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Ski alpin Rebensburg gewinnt in Are

 ·  Viktoria Rebensburg feiert in Are ihren ersten Weltcupsieg der Saison. Tina Maze muss sich dagegen nach vier Siegen nacheinander wieder bei einem Riesenslalom geschlagen geben und wird Dritte.

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© REUTERS Vergrößern Viel Ehre in Are: Viktoria Rebensburg gewinnt den Riesenslalom

Für Viktoria Rebensburg ist Are einfach ein gutes Pflaster, da machte selbst ein Beinahe-Sturz im zweiten Lauf nichts mehr aus. „Ich wollte es ein bisschen spannend machen“, scherzte die Skirennfahrerin aus Kreuth, nachdem sie überlegen und mit 0,62 Sekunden Vorsprung beim Riesenslalom in Schweden ihren neunten Weltcup-Sieg eingefahren hatte - etwas weniger als sechs Jahre, nachdem sie 2007 auf der Piste in Schweden bei der Weltmeisterschaft in die Weltspitze geschossen war. Maria Höfl-Riesch wurde am Mittwochabend Sechste.

Der Erfolg Rebensburgs bedeutete für Tina Maze nach vier Riesentorlauf-Siegen hintereinander das Ende ihrer Serie. Die Slowenin wurde Dritte, Anna Fenninger aus Österreich kam auf Rang zwei. „Die Vicky ist gut gefahren, ein bisschen ein Ausrutscher war dabei, aber sie hat es nach Hause gefahren“, lobte Damen-Bundestrainer Thomas Stauffer. „Ich habe gewusst, dass ich einen Vorsprung habe und dass es noch reichen könnte. Dass es so war, ist natürlich ein richtig, richtig schönes Gefühl“, sagte Rebensburg.

Höfl-Riesch verlor zwei Ränge im zweiten Lauf, holte aber trotzdem ihr bestes Riesentorlaufresultat der WM-Saison. „Natürlich ist im ersten Moment die Enttäuschung ein bisschen größer, wenn man sieht, dass man ein paar Plätze verliert. Aber so, wie es zuletzt gelaufen ist, bin ich schon zufrieden“, sagte die 28-Jährige. Am Donnerstag folgt mit dem Slalom das letzte Rennen vor Weihnachten.

Überragender erster Lauf

Mit einem überragenden ersten Lauf legte Rebensburg den Grundstein für ihren Erfolg bei Schneefall und Flutlicht. Über eine Sekunde nahm sie der Gesamtweltcupführenden Maze ab - die war bis dato noch ungeschlagen. Froh über die deutlich angenehmeren Bedingungen im Vergleich zum 15. Platz in Courchevel vergangenes Wochenende brachte sie den Vorsprung trotz des Fehlers im zweiten Lauf ins Ziel. „Ich bin stolz darauf, dass ich nach einem solchen vermeintlichen Rückschlag gewonnen habe“, sagte Rebensburg. „Die Piste hier ist richtig gut, das hat wieder was mit Skifahren zu tun. Das war letzten Sonntag schon extrem.“

Auch Maria Höfl-Riesch war mit dem Hang in Frankreich überhaupt nicht glücklich und zeigte in Schweden nun einen deutlich besseren Auftritt. „Der Schnee - das kann man überhaupt nicht vergleichen. Das hier liegt uns viel mehr und macht mehr Spaß, einfach eine normale, ruhige Piste. Das war in Courchevel schon eine ruppige Partie.“

Der Rückstand betrug als Vierte nach dem ersten Durchgang zwar schon 1,94 Sekunden auf Rebensburg - aber damit konnte die 28-Jährige leben. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich so gut dabei bin. Vom Zeitrückstand ist es ja relativ viel, aber einfach deshalb, weil die Vicky so überragend gefahren ist“, sagte die Doppel-Olympiasiegerin.

Erinnerungen an damals

Barbara Wirth, Veronika Staber, Veronique Hronek und Lena Dürr kamen dagegen nicht in den zweiten Lauf der besten 30 Fahrerinnen, Simona Hösl schied aus. Die Amerikanerin Lindsey Vonn hatte auf das Rennen verzichtet und wird erst wieder 2013 an den Start gehen. Als Grund nannte sie Kraftmangel nach ihren Darmproblemen im November.

Rebensburg aber genoss die Rückkehr an den Ort ihres Durchbruchs. „Als wir vorgestern hergefahren sind, sind schon ein paar Erinnerungen wieder hochgekommen. Das war damals auch ein Nachtriesenslalom und was ganz besonderes.“

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