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Ski alpin Aamodt verdirbt den Österreichern das Fest

 ·  Zehn Jahre nach seinem Triumph von Albertville hat der Norweger Kjetil-Andre Aamodt wieder olympisches Gold im Super-G gewonnen und die Österreicher düpiert.

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Eine peinliche Funkpanne im österreichischen Ski-Team hat Stephan Eberharter das scheinbar sichere Gold gekostet und dem Norweger Kjetil-André Aamodt den zweiten Olympiasieg drei Tage nach seinem Triumph in der Kombination fuhr der 30-jährige Norweger im olympischen Superriesenslalom zum zweiten Gold und trat damit die Nachfolge des verletzten Hermann Maier an.

Mit der Startnummer drei nutzte Aamodt auf einer tückischen Piste die Gunst der Stunde und legte einen Traumlauf hin. Als einziger der Favoriten kam er ohne Fehler ins Ziel. In 1:21,58 Minuten, lag am Ende nur 0,1 Sekunden vor dem großen Favoriten Stephan Eberharter (1:21,68), der sich nach Bronze in der Abfahrt diesmal mit Silber begnügen musste. Bronze erkämpfte sich der Österreicher Andreas Schifferer (1:21,83). Abfahrts-Olympiasieger Fritz Strobl verpasste mit Platz vier diesmal eine Medaille.

"Funkstörungen"

„Das Gold haben wir verschenkt. Die Funksprüche, die wir am Start bekommen haben, waren unvollständig,“ sagte Eberharter. Der vorolympische Seriensieger war mächtig sauer, dass ihn niemand per Funk vor der heiklen Passage im Zielhang gewarnt hatte. Seinen entscheidenden Fehler nach dem „Buffalo Sprung“ schob er auf die „Funkstörungen“.

„Es ist manchmal besser, früh zu fahren. Der Funk verwirrt nur“, befand Aamodt, der vor Eberharter ins Rennen gegangen war.

"Höhere Macht"

Sein letzter Sieg in dieser Disziplin lag fünf Jahre zurück, deshalb konnte er seinen Traumlauf selbst nicht begreifen. „Ich hatte heute keine Erwartungen, weil ich mein wichtigstes Gold in der Kombi schon gewonnen hatte“, gestand er später, „eine höhere Macht meint es offenbar gut mit mir“, sagte er nach seiner 17. Medaille bei einem Großereignis.

Der Mann aus Oslo, der allein bei Olympia insgesamt drei Mal Gold, zwei Mal Silber und zwei Mal Bronze gewonnen hat, ist der erfolgreichste alpine Olympionike. Zehn Jahre nach dem ersten Olympiasieg 1992 in Albertille fuhr er im Super-G zum zweiten Gold in Salt LAke City , schloss in der ewigen Bestenliste zu Alberto Tomba (1988 und 1992), Jean-Claude Killy (1968) und Toni Sailer (1956) auf. „Er ist das Genie auf dem Ski. Für mich ist er der Größte, und wird der Größte bleiben“, sagte DSV-Trainer Martin Oßwald, der die Norweger früher trainierte

Rauffer enttäuscht

Der einzige Deutsche in der Konkurrenz, Max Rauffer, der nach Platz 34 in der Abfahrt auch im Super-G arg enttäuschte, musste dagegen scharfe Kritik von Oßwald einstecken. „Das
war keine olympiawürdige Vorstellung.“ 2

Nach einem Rückstand von fast drei Sekunden und dem enttäuschenden 22. Platz gestand auch Rauffer, der sich in Garmisch-Partenkirchen in letzter Sekunde für Olympia qualifziert hatte: „Es ist einfach nicht gelaufen hier. Die Kritik an mir ist berechtigt. Ich habe mich hier selbst unter Wert geschlagen.“

Entscheidung am "Buffalo-Jump"

Aber auch ambitionierte Kollegen hatten Probleme. Der Schweizer Didier Cuche schied am „Buffalo-Jump“ rund 15 Sekunden vor dem Ziel nach bester Zwischenzeit ebenso aus wie der Schwede Fredrik Nyberg oder der Abfahrts-Zweite Lasse Kjus (Norwegen).

Auch Eberharter verlor das Rennen im Zielhang - und fluchte hinterher auf seine Trainer: „Ich bin ungenügend informiert worden, die Kommunikation hat nicht geklappt. Keiner hat mir gesagt, dass der Kurs dort so stark dreht.“

Drei von vier Super-G hatte Stephan Eberharter in dieser Weltcup-Saison gewonnen, Kjetil-Andre Aamodt hingegen war über einen fünften Platz (Garmisch) nicht hinausgekommen. Als es aber darauf ankam, war der ruhige Norweger, der in Monaco lebt, auf den Punkt topfit, und bescherte seiner Skimarke Nordica das erste Olympia-Gold überhaupt.

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