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Schwimmen DSV schlägt 35 Athleten für Athen vor

Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) schlägt dem Nationalen Olympischen Komitee (NOK) 35 Schwimmer - 19 Frauen und 16 Männer - für einen Start bei den Olympischen Spielen in Athen vor.

Nach nur 90minütiger Diskussion am Mittwochmorgen in Berlin schlägt der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) dem Nationalen Olympischen Komitee (NOK) 35 Schwimmer - 19 Frauen und 16 Männer - für einen Start bei den Olympischen Spielen in Athen vor.

Das erklärte DSV-Sportdirektor Ralf Beckmann. Das vom DSV nominierte Team wird von den Weltmeistern Hannah Stockbauer, Antje Buschschulte, Thomas Rupprath und Weltrekordlerin Franziska van Almsick angeführt. Für „Franzi“ und den Essener Christian Keller (31) werden Athen jeweils die vierten Spiele. Das NOK beruft die Athleten am 28. Juni.

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Drei Disziplinen unbesetzt

Einen Tag nach dem Ende der deutschen Meisterschaften in Berlin setzte der DSV die Beckmann-Formel „32 plus X“ erwartungsgemäß problemlos um. „Härtefälle“ waren nur Steffen Driesen (Wuppertal) und Brustschwimmer René Kolonko aus Riesa. Driesen, WM-Vierter 2003 über 100 m Rücken, und der ehemalige Jugend-Europameister Kolonko wurden vom DSV trotz nicht erfüllter Qualifikationsnorm für einen Start in Athen vorgeschlagen. „Das dient der Absicherung der Lagenstaffel. Ob es für den einen oder anderen zudem Einzelstarts geben wird, werden wir erst in der kommenden Woche besprechen“, sagte Beckmann.

Neben erfahrenen Sportlern wie 200-m-Freistil-Weltrekordlerin Franziska van Almsick (Berlin) oder Sandra Völker (Leipzig), Olympia-Zweite von Atlanta 1996, sollen auch die 16jährige Teresa Rohmann aus Erlangen und zwei 19 Jahre alte Überraschungsmeister von Berlin in Athen starten: Helge Meeuw aus Wiesbaden hatte sich über 100 und 200 m Schmetterling qualifiziert, Marco di Carli aus Sögel im Emsland die 100 m Rücken mit erfüllter Norm gewonnen. In den olympischen Disziplinen wurden lediglich die deutschen Meister Carsten Dehmlow (Hamburg/50 m Freistil), Sebastian Halgasch (Riesa/200 m Rücken) und Jochen Hanz (Berlin/400 m Lagen) nicht nominiert.

„Im Vergleich zu Sydney wollen wir in Athen ein Gewinner-Team sein“, hatte Beckmann zum Abschluß der Olympia-Qualifikation in der deutschen Hauptstadt als Ziel genannt. Vor vier Jahren waren Bronzemedaillen der Frauenstaffel über 4 x 200 m Freistil, des
Männerquartetts über 4 x 100 m Lagen und des Chemnitzers Stev Theloke (100 m Rücken) die enttäuschende deutsche Medaillen-Ausbeute.

Männer (16): Jens Schreiber, Lars Conrad (beide Wfr. 98 Hannover), Stefan Kunzelmann (SGS Hannover), Stefan Herbst (SSV Leutzsch), Torsten Spanneberg (SG Neukölln), Johannes Oesterling (TSV Eintracht Stadtallendorf), Christian Keller (SG Essen), Heiko Hell (SGS Hamburg), Thomas Lurz, Christian Hein (beide SV Würzburg 05), Jens Kruppa, René Kolonko (beide SC Riesa), Helge Meeuw (SC Wiesbaden), Marco di Carli (SV Sigiltra Sögel), Thomas Rupprath, Steffen Driesen (beide SG Bayer Wuppertal/Uerdingen/Dormagen)

Frauen (19): Sandra Völker, Janina-Kristin Götz (beide SC DHfK Leipzig), Franziska van Almsick, Dorothea Brandt, Britta Steffen (alle SG Neukölln), Antje Buschschulte (SC Magdeburg), Petra Dallmann (SV Nikar Heidelberg), Sara Harstick (SG Hildesheim),
Daniela Götz (TSV Katzwang), Hannah Stockbauer, Teresa Rohmann (beide SSG 81 Erlangen), Jana Henke (OSC Potsdam), Sarah Poewe (SG Bayer Wuppertal/Uerdingen/Dormagen), Vipa Bernhardt (SG Frankfurt), Birte Steven (SGS Hannover), Anne Poleska (SG Essen), Annika Mehlhorn (SG ACT/Baunatal), Janine Pietsch (SC Delphin Ingolstadt), Nicole Hetzer (SV Wacker Burghausen

Quelle: dpa

 
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