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Schwimm-EM Rupprath will Titel Nummer 4 und 5

14.12.2002 ·  Antje Buschschulte drückte der Kurzbahn-EM der Schwimmer am Samstag ihren Stempel auf. Mit Einzel-Gold und Staffel-Silber setzte sie ihre Rückkehr in die europäische Spitze fort.

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Thomas Rupprath hat Kurs auf seinen goldenen Fünfer genommen. Der Viel-Schwimmer aus Wuppertal greift bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Riesa zum Abschluss am Sonntag zu Titel Nummer 4 und 5.

Schon in der Vorentscheidung ließ der 25 Jahre alte Weltrekordler und Vorjahresgewinner die Konkurrenz über 100 m Rücken mit 51,37 Sekunden klar hinter sich, muss aber kämpfen: „Ich bin schon recht kaputt. Am Ende ist die Kraft in den Beinen nicht mehr da.“ Im Finale will er trotzdem zuschlagen und mit der Staffel über 4 x 50 m Freistil seine Sammlung komplettieren.

Seine Wuppertaler Trainings-Partnerin Antje Buschschulte schwamm an Ruppraths finalfreiem Samstag zum zweiten Einzel-Gold und zusammen mit Janine Pietsch (Riesa), Sarah Poewe (Wuppertal) und Nele Hofmann aus Berlin zu Silber über 4 x 50 m Lagen. Nach 27,62 Sekunden über 50 m Rücken bedankte sich Antje Buschschulte bei den 3.500 Zuschauern in der erstmals ausverkauften „erdgas arena“. „Ich hatte eigentlich nicht mit Gold gerechnet. Ich freu' mich, das war schon wieder Bestzeit“, sagte sie.

Mark Warnecke (Witten) wurde mit 32 Jahren über 50 m Brust vor Jens Kruppa (Riesa) EM-Zweiter, und Janine Pietsch machte für ihr Heim-Publikum mit Bronze im 50-m-Rückensprint den Tag perfekt. Hannah Stockbauer aus Erlangen holte mit Platz 3 über 400 m Freistil ihre zweite Bronzemedaille.

Mit Europarekord von 14:35,06 Minuten wurde der Russe Juri Prilukow Nachfolger des Potsdamers Jörg Hoffmann über 1500 m Freistil. Die Zuschauer gerieten bei Ruppraths neuntem Start an drei Tagen aus dem Häuschen, obwohl es „nur“ um die Finalqualifikation ging. „Ich hoffe, dass Stev und ich am Sonntag Platz 1 und 2 unter uns ausmachen“, blickte Weltrekordler Rupprath (50,58) dem Endlauf entgegen.

Über die halb so lange Distanz waren der Wuppertaler und der Chemnitzer Stev Theloke am Freitag zu einem deutschen Doppelsieg geschwommen. „Theo“ kam im Halbfinale nach 53,14 auf den dritten Platz und überlässt seinem Freund Gold fast freiwillig: „Hier reicht es nicht, ihn zu schlagen.“

Warnecke ärgerte sich ein wenig über eine verpasste Sieg-Chance. „Normal möchte ich natürlich gewinnen, aber ich freue mich über Silber.“ Im 400-m-Freistilrennen hatte Doppel-Weltmeisterin Hannah Stockbauer hinter der jetzt dreifachen ungarischen Europameisterin Eva Risztov und Jana Klotschkowa keine Chance. „Mit der Zeit bin ich nicht ganz zufrieden, aber ein besserer Platz wäre nicht drin gewesen“, erkannte die Fränkin die Überlegenheit der anderen an.

Für Vorjahressiegerin Anne Poleska aus Krefeld war über 100 m Brust schon nach den Vorläufen Schluss. Die 22-Jährige beging einen Frühstart und wurde disqualifiziert. „Ich hab's direkt gemerkt“, bekannte die entthronte Titelverteidigerin. Dagegen erreichte die gebürtige Südafrikanerin Sarah Poewe das Finale als Erste und will am Sonntag nach zwei Mal Silber ihr erstes Gold: 1:07,09 bedeuteten Zwischenlauf-Bestzeit und fast deutschen Rekord: „Jetzt hoffe ich natürlich auf Gold, ich fühle mich gut.“

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