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Kirsan Iljumschinow : Schach-Präsident bei WM in New York unerwünscht

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Fide-Präsident Kirsan Iljumschinow werden dubiose Geschäfte nachgesagt. Bild: dpa

Am Freitag beginnt in New York die Schach-WM mit Titelverteidiger Magnus Carlsen und Sergej Karjakin. Ob aber der Präsident des Weltverbandes dabei sein kann, ist unklar.

          Zwei Tage vor Beginn der Schach-Weltmeisterschaft zwischen Magnus Carlsen (Norwegen) und Sergej Karjakin (Russland) in New York ist die Teilnahme des russischen Weltverbands-Präsidenten Kirsan Iljumschinow weiterhin unklar. Der seit 1995 amtierende Chef des Weltverbandes Fide gilt in den Vereinigten Staaten als unerwünschte Person. Ihm werden unter anderem Geschäfte mit den ehemaligen Diktatoren Saddam Hussein und Muammar al Gaddafi nachgesagt.

          „Mir ist nicht bekannt, ob Kirsan Iljumschinow bei der WM vor Ort ist“, sagte Herbert Bastian, Präsident des Deutschen Schachbundes (DSB) und einer der Vizepräsidenten der Fide Laut Bastian soll Iljumschinow zuletzt sogar den russischen Präsidenten Wladimir Putin eingeschaltet haben, um doch noch die Erlaubnis für die Einreise in die Vereinigten Staaten zu erhalten.

          Der umstrittene Fide-Chef hat anscheinend aber für den Fall vorgesorgt, dass die WM ohne ihn über die Bühne geht. Im Gegensatz zu anderen WM-Turnieren findet am Rande des Titelkampfes in New York nicht der übliche Fide-Kongress statt. „Den hatten wir bereits bei der Schach-Olympiade im September in Baku“, berichtete Bastian.

          Der 25 Jahre alte Carlsen will seinen WM-Titel im Fulton Market Building gegen seinen ein Jahr älteren Herausforderer Karjakin verteidigen. Das Duell beginnt am Freitag und ist auf zwölf Partien bis zum 28. November angesetzt. Wer zuerst 6,5 Punkte hat, ist Weltmeister. Steht es am Ende 6:6, fällt die Entscheidung am 30. November im Tiebreak bei Partien mit verkürzter Bedenkzeit.

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