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Veröffentlicht: 01.01.2002, 13:41 Uhr

Rallye Dakar Jutta Kleinschmidt holt auf

Jutta Kleinschmidt und ihr Co-Pilot Andreas Schmidt haben sich nach der ersten Wüsten-Prüfung bei der 24. Rallye Dakar vom sechsten auf den vierten Platz verbessert.

© Jutta Kleinschmidt und ihr Mitsubishi Pajero freuen sich auf Afrika

Den Rückschlag bei der „Schlamm-Schlacht“ vor den Toren Madrids hat Jutta Kleinschmidt auf der ersten Afrika-Etappe der 24. Dakar-Rallye schnell wettgemacht.

Die Vorjahressiegerin kam auf dem fünften Teilstück über 534 Kilometer von Rabat nach Er Rachida als Zweite ins Ziel und verbesserte sich vom sechsten auf den vierten Platz im Gesamtklassement.

Noch keine Vorentscheidung

„Jetzt hat die Rallye erst richtig angefangen. Mit dem Ergebnis der heutigen Etappe bin ich sehr zufrieden. Alles ist noch offen, entschieden wird das Rennen ohnehin auf den Marathon-Etappen in Mauretanien“, sagte die Kölnerin, die 1:17 Minuten Rückstand auf den führenden Belgier Gregoire de Mevius hat.

Den Nissan-Piloten und auch seinen französischen Markenkollegen Stephane Peterhansel hält Jutta Kleinschmidt in diesem Jahr für ihre ärgsten Konkurrenten. Ihr ehemaliger Lebensgefährte Jean-Louis Schlesser, in den vergangenen Jahren stets stärkster Rivale, fährt diesmal nur im Schlepptau des Rallye-Tross.

Reinste Schlammschlacht

Vor dem Jaheswechsel hatte Jutta Kleinschmidt am vierten Tag den ersten Rückschlag hinnehmen müssen. Die Mitsubishi-Pilotin und Beifahrer Andreas Schulz aus München belegten im 260 PS starken Pajero nur Platz 72 und waren im Gesamtklassement vom zweiten auf den sechsten Rang zurückgefallen. „Das war die reinste Schlammschlacht, die Bedingungen waren noch schlechter als beim Prolog“, sagte Kleinschmidt.

Um keinen Unfall oder technischen Defekt zu riskieren, sei sie „besonders vorsichtig“ gefahren: „Unter diesen Umständen war ich mit dem Abschneiden nach den ersten Tagen zufrieden.“ Sieger der nur acht Kilometer langen Sonderprüfung in der Nähe der spanischen Hauptstadt wurde Lokalmatador Fernando Gil im Seat in 5:48 Minuten. Kleinschmidts Rückstand betrug 2:14 Minuten.

Damit war Deutschlands Motorsportlerin des Jahres jedoch erneut schneller als Schlesser. Der Franzose kam im Buggy-Eigenbau nicht über Position 105 hinaus und hatte dabei mehr als zwei Minuten Rückstand auf Kleinschmidt.

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Von Anno Hecker

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