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Radsport Weltmeister David Millar gesteht EPO-Doping

25.06.2004 ·  Der 27 Jahre alte Schotte David Millar, Weltmeister im Zeitfahren, hat nach einem Bericht der Sportzeitung „L'Equipe“ der französischen Polizei gestanden, EPO benutzt zu haben.

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Zeitfahr-Weltmeister David Millar hat nach einem Bericht der französischen Sportzeitung „l'Equipe“ vom Freitag EPO-Doping zugegeben.

Das käme nach den Statuten des Internationalen Radsport-Verbandes (UCI) einem positiven Doping-Befund gleich, der eine Sperre nach sich zöge. Damit dürfte Millar keine Chance mehr haben, an der am 3. Juli in Lüttich beginnenden Tour de France teilnzuehmen. Auch sein Olympia-Start in Athen erscheint jetzt unmöglich. Der 27jährige Schotte war am Donnerstag abend nach 48stündigem Polizei-Gewahrsam entlassen worden.

Laut „l'Equipe“ seien in Millars Haus in Biarritz an der französisch-spanischen Grenze leere Ampullen gefunden worden. Das Geständnis habe ihm die französische Polizei anläßlich eines Verhörs abgerungen. Der Schotte, der bei der vergangenen Tour das abschließende Zeitfahren gewonnen hatte und dabei Lance Armstrong und Jan Ullrich schlug, verdient sein Geld im Team Cofidis, gegen das seit Februar 2004 wegen organisierten Dopings ermittelt wird. Acht Personen wurden bisher unter Anklage gestellt.

Die Tour-Organisation hatte bisher auf Sanktionen gegen das gesamte Team verzichtet. In einem ähnlichen Fall war die spanische Kelme-Mannschaft nach Doping-Anklagen des Ex-Angestellten Jésus Manzano von der Tour suspendiert worden. Im Rahmen der Cofidis- Ermittlungen hatte der geständige Profi Philippe Gaumont seinen Team- Kollegen Millar, der in seiner Tour-Karriere drei Etappen gewann, schon im April unter massiven Doping-Verdacht gestellt.

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