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Radsport Ullrich startet mit minimalen Ansprüchen

04.04.2005 ·  Wie üblich startet Jan Ullrich verspätet in die Saison. Am morgigen Dienstag tritt der Wahlschweizer bei der Sarthe-Rundfahrt in Frankreich erstmals an. Allzuhoch sind die Erwartungen jedoch nicht.

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Wie üblich startet Jan Ullrich verspätet in die Saison. Der 53. Circuit de la Sarthe in Westfrankreich ist ab Dienstag wie in seinem starken Jahr 2003 beim Team Bianchi Schauplatz des Saisoneinstiegs des T-Mobile-Kapitäns.

Die Ansprüche an Ullrich, den eine Grippe im Februar zwang, seinen geplanten Wettkampf-Beginn bei der Murcia-Rundfahrt Anfang März zu verlegen, sind minimal. „Wir würden träumen, wenn wir zum Beispiel beim Zeitfahren am Mittwoch über 9 Kilometer schon mit einem Sieg rechneten“, sagte T-Mobile-Teamchef Mario Kummer.

Jan Ullrich freut sich - Pevenage mit Optimismus

Trotzdem scheint der Wahlschweizer in seinem mehrwöchigen Trainingslager in der Toskana eine für diese Zeit akzeptable Form erreicht zu haben. „Ich habe gut trainiert und freue mich, daß es jetzt los geht“, sagte Ullrich, der am Montag direkt aus Italien anreiste.

Sein Betreuer Rudy Pevenage kam aus Belgien, wo er den großen Kampf des T-Mobile-Teams bei der 89. Flandern-Rundfahrt miterlebte. „Jan sollte ohne Probleme mitfahren können. Beim Zeitfahren wird er sich sicher mal testen“, meinte der Belgier. Die Strecken sind zum Teil identisch mit dem Parcours zum Start der Tour de France ab 2. Juli.

Zeitplan wie vor zwei Jahren beim Comeback für Bianchi

Vor zwei Jahren führte das Zeitfahren bei der Sarthe-Rundfahrt, bei der sieben Pro-Tour-Teams, darunter auch Gerolsteiner am Start stehen, über 8,8 km. Ullrich wurde mit 35 Sekunden Rückstand 30. und legte mit seinem Saisonstart an der Atlantik-Küste ein ordentliches Fundament für ein 2003 kaum für möglich gehaltenes Tour-Comeback.

Den selben Zeitplan verfolgt der 31 Jahre alter Wahlschweizer diesmal. Bei der insgesamt 673 km langen Sarthe-Rundfahrt wird Ullrich von den Youngstern Marcus Burghardt und Bas Giling begleitet. Dazu fahren neben ihm die Routiniers Tobias Steinhauser, Olaf Pollack und André Korff.

Sein vermeintlich härtester Tour-Rivale Lance Armstrong hat wie immer einen einmonatigen Wettkampf-Vorsprung. Allerdings stand sein Saisoneinstand bei Paris-Nizza vor einem Monat unter einem unglücklichen Stern, weil der Texaner nach der dritten Etappe krank aufgeben mußte. Inzwischen konnte er sich steigern, so daß er am Sonntag bei der Flandern-Rundfahrt schon ein wenig mitmischen konnte. Der sechsfache Toursieger feilt weiter an seiner Tour-Form bei der am 19. April startenden Tour of Georgia. Am Vorabend hat er die Weltpresse zu einer Konferenz geladen und damit Spekulationen um eine Rücktritts-Erklärung zum Saisonende genährt.

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