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Porträt Kurt Jara: „Man kann nur gut leben, wenn man Erfolg hat“

 ·  Ein Name wird immer wieder genannt, wenn es um den Trainerposten beim Hamburger SV geht: Kurt Jara. Wer ist dieser Mann, der sich selbst als „sensibel und selbstbewusst, impulsiv und bisweilen etwas faul bezeichnet“ bezeichnet.

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Ein Name wird immer wieder genannt, wenn es um den Trainerposten beim Hamburger SV geht: Kurt Jara. Wer ist dieser Mann, der sich selbst als „sensibel und selbstbewusst, impulsiv und bisweilen etwas faul bezeichnet“?

Der heute 50-jährige Österreicher begann seine Profikarriere in seiner Heimat bei SV Innsbruck und Wacker Innsbruck, bevor er 1973 für die damalige Rekord-Ablösesumme von einer Millionen Mark zum FC Valencia wechselte. 1975 kam Jara zum MSV Duisburg, wo er schnell zum Publikumsliebling und einer herausragende Spielerpersönlichkeit wurde.

In Spanien und Deutschland aktiv

Fünf Jahre blieb er beim MSV, bevor er 1980 beim Reviernachbarn Schalke 04 einen Vertrag unterzeichnete. In Spanien und Deutschland machte sich der 59-fache österreichische Nationalspieler einen Namen als offensiver Mittelfeldspieler mit einem starken linken Fuß.

Dass Jara in seiner Laufbahn manchmal über die Stränge schlug, verhehlte der impulsive Österreicher nicht. „Ich bekämpfe diese Untugend ohne durchschlagenden Erfolg“, bemerkte er einmal. So wurde er einstmals mit einer 10.000 Mark Geldstrafe belegt, weil er dem Publikum gegenüber die Hosen heruntergelassen hatte - quasi als pantomimische Darstellung des Götz Zitates. Der geschäftstüchtige Jara verkaufte die Story allerdings einer Illustrierten und machte aus dem Vorfall noch ein Geschäft.

Mit FC Tirol zweimal Meister

Seine aktive Laufbahn beendete er bei den Grasshoppers Zürich, bevor er mit durchwachsenem Erfolg ins Trainerlager wechselte. Zunächst arbeitete Jara als Coach beim FC und Grasshopper Zürich, FC St. Gallen, VfB Mödling, Xanthi in Griechenland und Apoel Nikosia auf Zypern.

Der durchschlagende Erfolg kam aber erst, als er den in der Saison 1998/99 abstiegsbedrohten FC Tirol Innsbruck übernahm. Erst schaffte Jara den Klassenerhalt und entpuppte sich später sogar als Meistertrainer. 2000 und 2001 gewnn er mit dem FC Tirol den nationalen Titel und wird von den Boulevardmedien bereits als „König von Tirol“ bezeichnet. Sein Lebensmotto: „Man kann nur gut leben, wenn man Erfolg hat.“

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