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Pistorius unter Mordverdacht Eine Kugel im Lauf

 ·  Oscar Pistorius, ein Vorkämpfer für den Behindertensport und der wohl bekannteste Mann mit Prothesen an den Beinen, soll seine Freundin im Keller des eigenen Hauses in Südafrika erschossen haben.

Artikel Bilder (4) Lesermeinungen (16)
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Andreas Kirsch

Oscar Pistorius

"hat ein Faible für Schusswaffen. Im vergangenen Jahr nahm er einen Reporter ... mit auf einen Schießstand. .... Er gehe manchmal, wenn er nachts nicht schlafen könne, auf diese Anlage."

Wenn Oscar Pistorius doch kein Mörder sein sollte, wird mein Weltbild über Waffennarren zusammenbrechen.

Grundsätzlich sollte man sich vor Besitzern von Waffen in Acht nehmen. Die Hemmschwelle zur (vorsätzlichen) Tötung ist bei diesen Menschen besonders niedrig. Und im Affekt legen diese Feind und Freund um.

Besonders traurig in diesem Fall ist die Tatsache, dass diese Tötung vollkommen sinnlos ist.
Nie im Leben löst man ein Beziehungsproblem mit einer Waffe. Es gibt überhaupt kaum ein Problem, das mit einer Waffe gelöst werden kann.

Sowohl in Südafrika, als überall sonst auf der Welt, sind handelsübliche Bewegungs- und Einbruchsmelder, verbunden mit einer ordentlichen Sirene, gegen Hauseinbruch besser geeignet, als eine Schusswaffe - und darüber hinaus günstiger als Schusswaffe/Safe.

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.02.2013 15:20 Uhr
Uwe Wagner
Uwe Wagner (view) - 15.02.2013 15:20 Uhr

Herr Kirsch@

..Ich nehme an Sie wohnen Parterre mit mindestens 2 Ausgängen, die Abends wenn Einbrecher sich Zutritt verschaffen automatisch sich öffnen um Ihnen einen Fluchtweg zu garantieren????
Das schlimmste Problem ist die Bereitschaft Waffen einzusetzen! Das nächste Problem ist → daß sich etliche Zeitgenossen/innen entscheiden, als Einbrecher zu fungieren. Na ja, und die Hollywoodstreifen sind eh meist unrealistisch.
Leider kommt hinzu, daß in unseren Breitengraden (Mauritius) folgendermaßen gebaut wird. Mauer um das Grundstück, einen oder mehrere Wachhunde, Gitter vor den Fenstern und Türen (da mit Sicherheitsschloss), Alarmsystem und Kameras. Und was sollen wir nun sagen, es gibt dennoch genügend Einbrecher!

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Andreas Kirsch

Weltbild kann nur entstehen,

wenn man über den Tellerrand hinaus schaut!

"Ihrem Weltbild könnte übrigens auch die amtliche BKA-Statistik zum Thema Schußwaffen und Tötungsdelikte gefährlich werden - wesentlich häufiger wird man mit einem Hammer erschlagen als von einer Schußwaffe getötet"

Die Statistik in Deutschland ist dahingehend verzerrt, dass den Menschen hier seit 1945 bewusst ist, dass man mit Waffen kein Problem löst, sondern vielmehr noch viel größere Probleme damit hervorruft.

In USA/Südafrika sieht die Geschichte mit dem Hammer schon ganz anders aus.
Und in Deutschland kommt, Gott sein Dank!, kaum jemand durch Schusswaffen um.

Und was Oscar Pistorius betrifft, deutet alles auf einen Mord hin. Und auch wenn es kein Mord war, was äußerst unwahrscheinlich ist, wird er sein ganzes Leben verdammen, was er getan hat. Den Menschen, den er so sehr liebt, hat er umgelegt.

Ein wichtiger Grund mehr auf Waffen zu verzichten.

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Andreas Kirsch

@ Uwe Wagner

Haben Sie schon mal nachgefragt was eine Schusswaffe kostet ? Unter 500 € kriegen Sie nichts. Dann braucht man noch einen Safe, Waffenschein und Munition.

Sie haben Recht, ich habe keine Ahnung wie die Einbrecher in Südafrika drauf sind.

Aber wenn Einbrecher selbst bei Sirene nicht verschwinden, dann haben die sehr wahrscheinlich mit Waffen deutlich mehr Erfahrung als Sie und welche dabei.

In diesem Fall sind Alternativen wie verstecken (z.B. spezieller Versteck im Haus) oder weglaufen wohl die intelligentere Wahl.

Denn wie in einem Action-Streifen wird es sicher nicht ablaufen. Sie werden mit einer Pumpgun nicht die halbe Armee umblasen und der erste Treffer bei Ihnen wird unglaubliche Schmerzen hervorrufen, wenn nicht gar den Tod.

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Christian Tauber

Schußwaffenbesitzer

gibt es immer in zwei Ausführungen - die einen haben die Waffen legal erworben, die anderen nicht. Die Legalwaffenbesitzer treten weder bei der vorsätzlichen noch bei der versehentlichen Tötung von Mensch und Tier wesentlich in Erscheinung. Selbst wenn man die Träger von Dienstwaffen noch hinzurechnet, sind die Tötungsdelikte mit Legal-/Dienstwaffen zu vernachlässigen. Die illegalen Waffenbesitzer, ja da könnten Sie recht haben, die benutzen ihre illegalen Waffen schon auch gern mal für illegale Zwecke, eher weniger zum Sport, zur Jagd oder zur Verteidigung. Aber da es sich dabei um Kriminelle handelt, gilt natürlich auch Ihr Rat, daß man sich vor denen besser in Acht nimmt, eben weil sie Kriminelle sind...

Ihrem Weltbild könnte übrigens auch die amtliche BKA-Statistik zum Thema Schußwaffen und Tötungsdelikte gefährlich werden - wesentlich häufiger wird man mit einem Hammer erschlagen als von einer Schußwaffe getötet - jetzt aber nicht gleich die Heimwerker zum Weltbild hinzufügen...

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Uwe Wagner
Uwe Wagner (view) - 15.02.2013 12:26 Uhr

Herr Kirsch@

Ich stimme zum größten Teil zu. Der letzte Absatz ist aber aus der Luft gegriffen.
Ein Alarmsystem in Mauritius zB. kostet um die 25000 bis 45000 Rupees, dazu kommt der monatliche Beitrag von ca 1500-2500 Rupees, je nach Anbieter. Ein Ottonormaleinkommen beläuft sich auf ca 8000-10000 Rupees. OK, es gibt einige die haben mehr, aber es gibt viel mehr, die haben weniger. Na und was denken Sie was das hilft, wenn Sie den Supersirenenvideoüberwachungskram eingebaut haben? Richtig, sehr wenig. Denn den brutalen Einbrechern sind die echt egal, mit Macheten bewaffnet wird eingebrochen und wenn nötig die Hausbewohner noch massakriert, zumindest schwer verletzt. Bis der Überwachungsdienst kommt, sind die schon wieder weg, ganz zu schweigen bis die Polizei eintrifft. Aber wer im warmen Stübchen hockt kann leicht schreiben. Das soll nicht die Tat des Pistorius beschönigen, nein, ganz und gar nicht!

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Uwe Wagner
Uwe Wagner (view) - 15.02.2013 09:29 Uhr

Der ARME, ....

... da rennt er allen davon, klagt sich durch die Instanzen, wird zum Held und kann dann nicht einmal seine kurze Beziehung zu seiner Freundin richtig regeln!
Aber der Waffenlobby ist das bestimmt egal, es lag ja nicht daran, daß er eine Waffe zu Hause hatte, sondern daran, daß die Freundin den Kugeln im Weg war!
Ich hoffe er wird richtig abgefertigt im Knast!
Herr Oppermann ich stimme Ihne zu, die Ablenkung von den Erfolgen paßt nicht zur Tat.

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Hans Lutz Oppermann

Valenntinstagsmord - violence against women day

Der Artikel gibt dem mutmaßlichen Mörder zu viel Raum. 4 Schüsse, um einen vermeintlichen Einbrechen zur Strecke zu bringen, sind drei zu viel.
Der Tag an dem weltweit die Kampagne - violence against women lief, wird zum Todestag der 30 jährigen Reeva Steenkamp -, was ein makaberes und dramatisches Zusammentreffen.

Die Aufzählung der Leistungen des Täters lenkt vom Opfer ab und ist völlig unangemessen.

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Klaus Letis

Ein schwieriger Gefanener

Wie will man den Aufhalten, wenn er "Daniel-Düsentrieb-Mäßig" über die Gefängnismauern springt und mit 50 Sachen davonläuft.

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Stefan Kugl
Stefan Kugl (Kugll) - 14.02.2013 20:27 Uhr

Vier Treffer sind kein Versehen

aus einer 9 mm können ein Versehen sein - aber vier Schuss mit vier Wirkungstreffern? Die meisten 9 mm blasen eine Menschen bei einem Körpertreffer von den Füßen - die weiteren Schüsse müssten dann auf den liegenden Körperabgegeben worden sein. Und dann will er die Freundin nicht erkannt haben.

Die arme Frau?

Und wieviel voreiliges Verständnis für den Mann an diesem Tag. Und wieso: weil er ein Star ist. Man stelle sich mal kurz vor, ein Metzger aus Tübingen pumpt seine Frau im Keller voll Blei und sagt, er habe gedacht, sie sein ein Einbrecher gewesen.

Da hätte man in der Presse bestimmt, was anderes gelesen.
Ach ja, diesen Artikel meine ich damit nicht

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.02.2013 14:24 Uhr
Stefan Kugl
Stefan Kugl (Kugll) - 15.02.2013 14:24 Uhr

Korrektur 2

Das ein geübter Schütze vier Schüsse in zwei Sekunden abgeben kann, ist sicher richtig, aber ist das realistisch?

Die Sache hat sich ohnehin geklärt: Der Mann hat durch die Tür ins Badezimmer geschossen, er witrd sich wohl nicht unmittelbar bedroht gefühlt haben. Seine Freundin war im Haus, aber er will geglaubt haben, die Geräusche im Bad stammten von einem Einbrecher ....

Richtig ist, dass man nicht spekulieren sollte, aber wer davon überzeugt ist, muss es ja selbst wissen

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Stefan Kugl
Stefan Kugl (Kugll) - 15.02.2013 14:17 Uhr

Korrektur

also meine Erfahrungen mit wenn auch nur einer (!) 9 mm sind doch andere - aber ist auch egal, der Mann hat offenbar blind durch die Badezimmertür geschossen - das nimmt natürlch eine Menge Energie.

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Chris Frank
Chris Frank (Chris_55) - 15.02.2013 10:07 Uhr

Natürlich waren die vier Treffer beabsichtigt

Aber ggf. eben nicht auf diese Person. Und ein Treffer aus einer 9mm (i.d.R. werden Vollmantelgeschosse verwendet) führen nicht dazu, dass jemand sofort zu Boden geht oder gar durch die Luft fliegt - außer in Hollywood. Diese Vollmantel-Projektile gehen, wenn kein Knochen im Weg ist, glatt durch den Körper durch. Und selbst bei einem direkten Herztreffer ist ein Mensch noch bis zu 5 Sekunden aktionsfähig ("5 Sekunden des Toten Mannes") und steht ggf. noch.

4 Schüsse sind auch nicht wahnsinnig viel. 4 Schüsse sind auch bei einem ungeübten Schützen und bei gezieltem Feuer problemlos in 2 Sekunden raus - und im Ziel. Gerade in Notwehrsituationen geht es darum, als erster möglichst viel Feuer an den Mann zu bringen und so eine schnelle Wirkung zu erzielen.

In sofern ist das - medizinisch und waffentechnisch - alles kein unplausibler Hergang. Die Frage ist eben, wie könnte die Motivlage sein. Könnte es einen anderen Grund gegeben haben als die Einbrechervariante.

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Christian Tauber

Fernsehwissen

Ihre Kenntnis der Wirkung von Projektilen beruht wohl ausschließlich auf der Betrachtung von Hollywood-Produkten. Ein von einem 9mm Projektil getroffener Körper wird keinesfalls "von den Füßen geblasen". Wurden die vier Schuß in schneller Folge abgegeben, was bei einem geübten Schützen nicht sonderlich unwahrscheinlich ist, dann sind vier Körpertreffer durchaus nichts unmögliches. Man muß darüberhinaus in die Beurteilung mit einbeziehen, daß ein Gehbehinderter bei einer körperlichen Auseinandersetzung auf jeden Fall die schlechteren Karten hätte und schon aus diesem Grund eher zur Schußwaffe greifen wird. Ich tippe also mal auf glatten Irrtum, tragisch, aber wesentlich wahrscheinlicher als die Theorie, er wolle sich seiner Model-Freundin entledigen.

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joachim tarasenko

Passt alles nicht zusammen

kann mir leider keinen Reim aus der Version machen. Er hat was im Keller gehört und ging runter und schoss 4 mal? Einfach so auf gut Glück? Fakt ist, er war schiesswütig. (Wenn er nicht schlafen konnte ging er schießen). Nach einer Ballerei kann man besser schlafen? Ich glaube sie hat ihm gesagt, es wird nix. Ich geh jetzt meine Sachen packen und dann bin ich weg. Dann ist der Herr ausgerastet. Von wegen Notwehr

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.02.2013 13:40 Uhr
Paul Kuhnert

Unsinn!

Ich weiss ja nicht in welcher Realität Sie leben, aber genau so läuft es bei Beziehungstaten oft ab. Natürlich gibt es auch Frauen die ihren Partnern Gewalt antuen, aber das ist doch hier keine Sexismusdebatte!
Und was um Himmels Willen ist diese Frau denn, wenn nicht ein armes Opfer? Was soll denn an diesem Fall nicht zusammenpassen? Simpler kann ein Delikt nicht sein. Mal sehen wie das Gericht entscheiden wird, nicht wahr?

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14.02.2013, 19:02 Uhr

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