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Peking 2008 Spielbergs Gewissen protestiert gegen Olympia-Show

13.02.2008 ·  Der amerikanische Filmregisseur Steven Spielberg tritt aus Protest gegen die Sudan-Politik Pekings als künstlerischer Berater für die Olympischen Spiele in China zurück: „Mein Gewissen erlaubt mir nicht, einfach so weiterzumachen.“

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Der amerikanische Filmregisseur Steven Spielberg tritt aus Protest gegen die Sudan-Politik Pekings als künstlerischer Berater für die Olympischen Spiele in China zurück. Er habe die chinesische Regierung wiederholt dazu aufgefordert, sich für Stabilität und Sicherheit in der westsudanesischen Krisenregion Darfur einzusetzen, teilte der Oscar-Gewinner in einer Erklärung mit. Es seien aber nur kleine Fortschritte erzielt worden, und die Lage in Darfur habe sich weiter verschlimmert. „Mein Gewissen erlaubt mir nicht, einfach so weiterzumachen“, sagte Spielberg nach Angaben der amerikanischen Filmzeitschrift „Variety“.

Spielberg sollte bei der Inszenierung der Olympia-Show bei den Sommerspielen in diesem Jahr ehrenamtlich helfen. Der 61-Jährige arbeitete in China mit örtlichen Künstlern wie dem Regisseur Zhang Yimou zusammen. Für seinen Einsatz war er im vergangenen Jahr von der amerikanischen Schauspielerin Mia Farrow kritisiert worden, die sich als Botschafterin des UN-Kinderhilfswerks Unicef für die Menschen in Darfur engagiert. Nun betont Spielberg in seiner Erklärung, er werde seine „Zeit und Energie“ nicht auf „Olympische Zeremonien“ verwenden, sondern helfen, die „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ in Darfur zu beenden.

Mehr als 200.000 Tote in Darfur

In einer separaten Erklärung drängten Nobelpreisträger, Künstler und Sportler Chinas Staatschef Hu Jintao, auf den Sudan einzuwirken. „Als vorrangiger wirtschaftlicher, militärischer und politischer Verbündeter der sudanesischen Regierung (...) hat China sowohl die Möglichkeit als auch die Pflicht, zu einem gerechten Frieden in Darfur beizutragen“, heißt es in dem Schreiben. Zu den Unterzeichnern der Erklärung gehören neben Farrow und Schauspiel-Kollegin Emma Thompson auch der südafrikanische Erzbischof und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu.

China hat starke wirtschaftliche Interessen im Sudan, denn ein Großteil der Ölexporte des afrikanischen Landes fließen dorthin. Chinesische Waffenlieferungen in die Krisenregion sorgten zudem für Empörung. Seit Anfang 2003 sind in Darfur bei Angriffen der von der sudanesischen Regierung unterstützten islamischen Dschandschawid-Milizen auf die schwarzafrikanische Bevölkerung mehr als 200.000 Menschen ums Leben gekommen, über zwei Millionen wurden vertrieben.

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