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Pechstein-Glosse : Da kuscht der Verband

Gegnerinnen auf und abseits des Eises: Claudia Pechstein (rechts) und Stephanie Beckert Bild: dpa

Eisschnellläuferin Claudia Pechstein findet als klagendes Weib immer neue Gegner. Aktuell muss Stephanie Beckert herhalten - sie sei zu langsam. Da muss doch jemand Einhalt gebieten. Doch der Verband traut sich nicht.

          Vielleicht ließe sich mal eine Einladung zu Richterin Salesch arrangieren. Oder in das Camp der Nörgler. Orte, an denen Claudia Pechstein gewiss gut aufgehoben wäre. An denen sie sich wirklich austoben könnte als klagendes Weib. Eine Rolle, die ihr wie auf den Leib geschneidert zu sein scheint.

          Morgen könnte die Nächste am Pranger stehen

          Hat aber noch Zeit mit solchen Ausflügen, weil Claudia Pechstein noch genügend Gegner findet im Eisschnelllauf. Stephanie Beckert etwa, die angeblich zu langsame Kollegin aus Erfurt. Aber morgen schon könnte wieder eine andere Person am Pranger stehen. Was auch die Frage aufwirft, wie die (als Athletin) betagte Berlinerin all das unter einen Hut kriegt: den Sport, dem sie offenbar weiterhin verbunden ist, das ewige Sticheln, das bestimmt eine Menge Kraft kostet, und schließlich den Mann an ihrer Seite, der nicht vernachlässigt werden sollte.

          Claudia Pechstein hat jedenfalls freie Bahn. Das bedeutet: Der deutsche Verband heißt ihr Verhalten, zumindest im aktuellen Fall, zwar nicht gut, er bremst eine Frau, die sich gern als Opfer geriert, aber nicht entscheidend. Ob er sich nicht mit Claudia Pechstein anlegen möchte? Dabei könnte man einen solchen Eis-Streit sogar nachvollziehen.

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