http://www.faz.net/-g8b-97ow0

Olympia in Pyeongchang : Positiver Doping-Test von Nordkoreanerin verschwiegen

  • Aktualisiert am

Kim Un-hyang (rechts) gehörte zum koreanischen Olympia-Team. Bild: EPA

Kim Un-hyang gehörte zur politischen Prestige-Mannschaft Olympias. Bei der Eishockey-Spielerin gab es während der Spiele eine positive Doping-Probe. Geräuschlos wurde der Fall abgehandelt – und jetzt doch publik.

          In aller Stille ist während der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang der positive Doping-Test einer nordkoreanischen Eishockeyspielerin abgehandelt worden. Bei Kim Un-hyang, die zur politischen Prestige-Mannschaft Olympias gehörte, dem vereinigten koranischen Team, wurden Spuren des als Maskierungsmittels wirksamen Diuretikums Hydrochlorothiazid nachgewiesen. Allerdings in geringer Konzentration.

          Ohne jede Information nach außen wurde der Fall vor der Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichts Cas verhandelt. Diese bot der Sportlerin eine Einstellung des Verfahrens an weil „keine Verfehlung oder Fahrlässigkeit“ vorliege. Der Cas ging davon aus, dass die Nordkoreanerin die Substanz durch kontaminierte Nahrung zu sich genommen hatte. Die Probe war bei der Spielerin im Training während Olympias genommen worden. Eine spätere Wettkampfkontrolle war negativ ausgegangen. Kim Un-hyang durfte weiter an den Spielen teilnehmen.

          Bekannt wurde der Fall durch eine Mitteilung auf der Homepage des Internationalen Eishockey-Verbandes. Dort heißt es, die Konzentration des Mittels habe 3 Nanogramm pro Milliliter betragen, der Grenzwert des Welt-Anti-Doping-Agentur liege bei 200. Im Januar war der brasilianische Tennisspieler Thomaz Bellucci von seinem Weltverband wegen der gleichen Substanz zwar auch von jeder Schuld oder Fahrlässigkeit freigesprochen, rückwirkend vom September 2017 an aber für fünf Monate gesperrt worden. Bei ihm betrug die Konzentration 30 Nanogramm pro Milliliter.

          Weitere Themen

          Punkt, Sprung, Spritzer Video-Seite öffnen

          Rugby mal anders : Punkt, Sprung, Spritzer

          Ein außergewöhnliches Turnier mit etlichen französischen Ex-Nationalspielern fand auf einem schwimmenden Spielfeld in Südfrankreich statt.

          Ins Unreine geschrieben

          Zwei Päpste übers Judentum : Ins Unreine geschrieben

          Joseph Ratzinger, der emeritierte Papst, greift eine Formel seines Vorgängers zum Verhältnis von Christen und Juden an. Er moniert sprachliche Petitessen – und wurde kurioserweise selbst nicht redigiert.

          Topmeldungen

          IWF-Chefin Christine Lagarde warnt vor den Folgen des Handelskriegs für die Weltwirtschaft

          Handelsstreit : IWF warnt vor Schaden für die Weltwirtschaft

          Dennoch geht der Streit beim G20-Treffen weiter: Die Vereinigten Staaten wollen über ein zollfreies Abkommen sprechen, Frankreich fordert, dass die amerikanischen Zölle auf Stahl und Aluminium zuerst aufgehoben werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.