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Olympische Winterspiele : Russland macht Sotschi zur Festung

  • Aktualisiert am

Die Sportstätten in Sotschi liegen teilweise direkt am Meer Bild: AP

Einen Monat vor den Olympischen Spielen verstärkt Gastgeber Russland massiv die Kontrolle rund um Sotschi. Tausende Sicherheitskräfte sind zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen

          Genau einen Monat vor Beginn der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi verstärkt Gastgeber Russland massiv die Kontrolle rund um den Kurort am Schwarzen Meer. Zivilschutzminister Wladimir Putschkow rief Tausende Sicherheitskräfte zu erhöhter Wachsamkeit auf. Von diesem Dienstag an gilt in einem Hunderte Quadratkilometer großen Gebiet rund um Sotschi eine beispiellose Sicherheitszone.

          Das islamisch geprägte Konfliktgebiet Nordkaukasus, in dem Terroristen für ein von Moskau unabhängiges „Emirat“ kämpfen, liegt nur wenige Hundert Kilometer entfernt. Etwa 700 Kilometer sind es bis nach Wolgograd, wo radikale Islamisten vor gut einer Woche bei zwei Anschlägen Dutzende Menschen getötet hatten.

          „Alle Schutzmaßnahmen bei den Winterspielen entsprechen höchstem internationalen Niveau“, sagte Putschkow der Staatsagentur Ria Nowosti zufolge am Montag. Zuvor hatte sich Kremlchef Wladimir Putin bei einer „totalen Kontrolle“ die Vorbereitungen seines Prestigeprojekts persönlich unter die Lupe genommen.

          Gastgeber Russland will am Dienstag alle Sportstätten dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) übergeben. Mit Kosten von offiziell rund 37,5 Milliarden Euro plant das Riesenreich die teuersten Winterspiele der Geschichte. Die Behörden verweisen zur Erklärung auf immense Ausgaben für Infrastruktur. Die Region soll zu einem internationalen Wintersportzentrum aufsteigen.

          Temperaturen um die elf Grad Celsius

          Immer wieder hatte Russland betont, dass alle Sportstätten rechtzeitig fertiggestellt würden. Allerdings waren zuletzt noch Arbeiten etwa am zentralen „Fisht“-Stadion im Gange, in dem die Eröffnungsfeier geplant ist. Indes eröffnete am Eingang zum Olympischen Park eine neue Kirche. Der erste Gottesdienst war am Dienstag geplant, zum orthodoxen Weihnachtsfest.

          An der von Palmen gesäumten Schwarzmeerküste in Sotschi betrugen die Temperaturen zu Wochenbeginn rund elf Grad Celsius. Ausreichend Schnee aber liegt bereits seit Wochen in den Bergen rund um den Ort Krasnaja Poljana, wo die Ski- und Biathlonwettbewerbe stattfinden werden. Der staatliche Wetterdienst kündigte schneesichere Spiele an. Sicherheitshalber haben die Organisatoren in Depots tonnenweise Schnee gelagert.

          Parkplätze gibt es außerhalb der Stadt

          Eine neue Ausweichstrecke um die Stadt herum soll die chronisch verstopften Straßen von Sotschi entlasten. Auch die neue Trasse soll am Dienstag eingeweiht werden. Autofahrer mit ortsfremden Kennzeichen dürfen aber künftig nur nach voriger Anmeldung nach Sotschi hineinfahren.

          Es seien mehrere Parkplätze außerhalb der Stadt ausgewiesen, auf denen Fahrzeuge abgestellt werden könnten, betonten die Behörden. Die Wettbewerbe sind nicht die ersten Olympischen Spiele im Riesenreich. Russland hatte 1980 in Moskau bereits die Sommerspiele ausgerichtet.

          Quelle: FAZ.NET/dpa

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