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Nach Team-Bronze in Rio : Bewegendes Ende für Beerbaum

  • -Aktualisiert am

Das war’s: Ludger Beerbaum bei seinem letzten olympischen Auftritt Bild: Reuters

Vier Mal Gold, einmal Bronze: Nach sieben Olympischen Spielen beendet Springreiter Ludger Beerbaum seine internationale Karriere. Für die Zeit danach hat er schon neue Ziele.

          Die Gelegenheit ist günstig: Mit einer Bronzemedaille im Nationenpreis und einer wichtigen und glanzvollen Null-Fehler-Runde bei seinem letzten olympischen Auftritt verabschiedet sich der Springreiter Ludger Beerbaum von den internationalen Championaten. Nach sieben Olympischen Spielen, bei denen er viermal Gold und einmal Bronze gewann, ist Schluss für den 52 Jahre alten Wortführer aus Riesenbeck.

          Evi Simeoni

          Sportredakteurin.

          Schon kurz nach dem Nationenpreis am Mittwoch hatte er diese Entscheidung angedeutet. Viele solche emotionalen Momente werde es in seiner Karriere nicht mehr geben. Die Möglichkeit, ihm zum Abschied einen Startplatz für das Einzelfinale an diesem Freitag zuzuschanzen, hätte das Reglement nicht hergegeben, das nur drei Reiter pro Nation zulässt – er war Viertbester. Auch Verzicht oder Ausfall eines anderen Paares aus der Mannschaft hätte kein Nachrücken zur Folge gehabt.

          Neben seinen olympischen Erfolgen gewann Beerbaum in seiner langen Karriere zwei Weltmeistertitel, wurde dort einmal Zweiter und einmal Dritter, bei Europameisterschaften sammelte er sechs Titel, zwei zweite und zwei dritte Plätze. Beim Nationenpreis-Finale in Barcelona in vier Wochen wird er zum letzten Mal in einer deutschen Equipe mitreiten. Er wird weiter Turniere bestreiten, sich der Ausbildung von Pferden, seinem Turnierstall und dem Management seines Trainingszentrums in Riesenbeck widmen. Nach einer wechselvollen Karriere zwischen Triumphen und Skandalen zeigte sich Beerbaum in Rio dankbar für ein so bewegendes Ende: „Das Schicksal hat es gut mit mir gemeint.“

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