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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Olympia Gesundheitliche Gefahren beim olympischen TV-Marathon

 ·  Wer die olympischen Spiele auf der heimischen Couch verfolgt, riskiert bei ekzessivem "Glotzen" gesundheitliche Probleme.

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Die olympischen Winterspiele ziehen die Sportbegeisterten dieser Tage vor den Fernseher. Professor Dr. Dr. Winfried Banzer, Gesundheits- Beauftragter des Deutschen Sportbundes, warnt die TV-Sportler vor zu viel Faulheit aufgrund ihrer Sportbegeisterung.

Er sieht in unserer Gesellschaft, die ja auch die „sitzende“ Gesellschaft genannt wird, immense gesundheitliche Probleme, die durch Bewegungsmangel entstehen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Rückenerkrankungen zählen zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen unserer Zeit und werden durch Bewegungsmangel begünstigt.

Gymnastik vorm TV statt Bier und Chips

"Dieses Problem wird besonders offensichtlich, wenn man sich die Diskrepanz zwischen den Sportlern anschaut, die in Salt Lake City Höchstleistungen erbringen und denjenigen, die das Ereignis zu Hause auf der Couch mit Chips und Bier verfolgen." Banzer räumt ein, das auch das Erbringen von sportlichen Höchstleistungen in vielen Fällen der Gesundheit nicht gerade zuträglich ist - aber wenn man den Sport nur vom Fernsehen her kennt, wird´s bedenklich.

Um Bewegungsmangel und den damit verbundenen körperlichen Risiken vorzubeugen, empfiehlt der Gesundheitsbeauftragte sportliche Betätigung. Regelmäßige Bewegung und ausgewogene Ernährung bieten einen guten Schutz vor Krankheiten. Prof. Banzer legt ein besonderes Augenmerk auf Ausdauersport, der sich optimal eignet um das Herz-Kreislauf-System zu trainieren. Aber auch das Training der Kraftfähigkeiten sollte ganz oben auf der Liste stehen, um beispielsweise den schon angesprochenen Rückenproblemen entgegenzuwirken. "Hier sind wir auch wieder bei unseren olympischen TV-Sportlern. Jeder Zweite hat s heutzutage "im Kreuz“, ob Bandscheiben, Hexenschuss oder Verspannungen."

"Das Goldmedaillengreifen"

Die Wirbelsäule braucht eine ausgewogene Rücken- und Bauchmuskulatur. Durch Mangel an körperlicher Aktivität und einseitiger Belastung der Wirbelsäule, durch langes Sitzen wird oft schon bei geringen Anforderungen die Belastbarkeit der Wirbelsäule überschritten. Also ist ein sportlicher Ausgleich bei sitzender Lebensweise unbedingt wichtig, um Rückenproblemen entgegenzuwirken.

Prof. Banzer gibt ein paar einfache Tricks, wie auch der „Noch-nicht-Sportler“ den olympischen TV-Marathon überstehen kann: Man kann die Wirbelsäule auch vor dem Fernseher zwischendurch entlasten, indem man ganz einfache Übungen im Sessel oder auf der Couch durchführt. So zum Beispiel das „Goldmedaillengreifen“: Aufrecht sitzen und mit den Händen abwechselnd so weit wie möglich in die Höhe greifen. Achtung: den Kopf dabei nicht in den Nacken fallen lassen! Das löst Verspannungen und verbessert die Körperhaltung.

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