12.08.2012 · Nach der hochgelobten Eröffnungsfeier begeistert in London auch der Abschluss. Musikstars sorgen für eine „After-Show-Party“. Um 23.48 Uhr Ortszeit erklärt IOC-Präsident Rogge die „glücklichen und glanzvollen“ Spiele für beendet.
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Glanz und Gloria mit einem Fragezeichen..
Great Britania wie in alten goldenen Zeiten: mit 29 Gold-, 17 Silber- und 19 Bronzemadalien.. Ach Ja! Wurden die britischen Madaliengewinner überhaupt auf Dopping untersucht?.. Wie kommt es, dass ein sportlich eher mittelmäßiges Land plötzlich soviel Madalien gewinnt? Dass eine weißrusiche (bestimmt nicht zufällig - gezielt wurde wohl auf den weißrussichen Präsidenten, der im Westen nicht beliebt ist) Athletin des Doppings überührt wird, soll von dieser Tatsache ablenken.. NUr eine sofortige Doppinguntersuchung aller britischen Madaliengewinner, kann diesen Spielen Glanz und Gloria verleihen.. Sonst wird das Fragezeichen immer größer..
Kurze Ergänzung zu Ihrem treffenden Kommentar, Frau Pauli: Mich hat dieser Pseudopatriotismus gestört. Die permanente Darstellung der Rasenfläche im Union-Jack-Look, den die Sportler als Statisten erst möglich machten. Dann das Aufmarschieren der ganzen Waffengattungen. Ich habe Olympia immer als Fest des Friedens verstanden. Dann noch einen John Lennon so zu missbrauchen, ihn "Imagin'" singen zu lassen und dann eine nationalistische Party abzuhalten. Er, der deshalb England bewusst verlassen und seine königlichen Orden zurückgegeben hat. Mir hat der weltoffene, völkerverbindende Ansatz, wie z.B. in Sidney, total gefehlt.
Die Abschlussparty erinnerte mich irgendwie an die 80er in Potenz. Laut, pompös, oberflächlich, künstlich, perfekt, wenig emotional, irgendwie abgehalfert und das alles in glamouröse Party-Atmosphäre verpackt. Goerge Michael, Spice girls, Monty python, Annie Lennox and so on. Gääähn!
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.08.2012 13:51 UhrShowdown
So, so, die olympische Welt tanzt also. Mal abgesehen davon, dass die
Sportler dazu zu eingepfercht waren, die Musik animierte eigentlich nur
bedingt zum tanzen. Natürlich gehören auch Hits der
Vergangenheit zu jeder Party - aber nur? Gibt es keine nennenswerte
Gegenwart der englischen Musikszene? Ich denke doch.
So war das wirklich nur eine pompöse Selbstdarstellung und
Glorifizierung der englischen Popgeschichte. Und was die Choreografie
angeht, da hat Regisseur D. Boyle einfach diese riesige Bühne
nicht im Griff gehabt - Chaos allein genügt nicht, der
Gesamteindruck muss stimmen. In Ansätzen war das schon in der
Eröffnungsfeier zu bemerken, dass Boyle Schwierigkeiten hatte, die
Inszenierung an die Größe der Bühne anzupassen aber da
war wenigstens ein roter Faden (Geschichte von GB) zu erkennen.
Bei dem Budget hätte er, bzw. einer der vielleicht mehr
Bühnenerfahrung hat, mehr daraus machen können. Buntes Chaos?
Das allein genügt nicht und ich finde, England hat mehr zu bieten.
....was meint ihr Namensvetter dazu?
...."man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können"- es war eine chaotisch-bunte und choreografisch und musikalisch einfach tolle Show. Und wenn es Ihrem musikalischem Geschmack auch gar nicht nicht entspricht, (Gäähn) - dann gehen sie halt (weiter) schlafen. In der Zwischenzeit tanzt die olympische Welt.
Das waren keine olympischen Spiele
das war ein großes Pop-Festival mit sportlichen Veranstaltungen. Und das war verdammt klasse! Keine folkloristischen oder pompösen, staatstragenden Feiern, einfach eine große Party. London hat die olympischen Spiele von den Spinnweben befreit und diesen einen frischen Anstrich verpasst. mit Selbstironie und großer Freude. Diese Spiele werden die Referenz für die nächsten Jahrzehnte sein.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.08.2012 13:34 UhrWelche Selbstironie?
Irgendwann hat mal jemand den Deutschen verkauft, dass die Briten alle einen tollen Humor und vor allem so viel Selbstironie haben. Als jemand, der 5 Jahre in UK gelebt hat, habe ich hier keine Selbstironie gesehen, sondern die Briten haben sich stundenlang gnadenlos selbst gefeiert - und der Rest der Welt durfte zusehen. Wenn das die in Ihrem Kommentar beschriebene Entstaubung der olympischen Spiele sein soll: Bitte gebt mir die Spinnenweben zurück! Die Spiele sind definitionsgemäß eine Zusammenkunft der Jugend der Welt, bei der die Menschheit ihre besten Wesensarten feiern möchte. Plumpen Nationalismus, so bunt er auch eingepackt sein mag, kann ich da gerne missen!
Für das, was die Olympischen Spiele nunmal sind, ..
... haben die Briten einen guten Job gemacht. Man sah so auch, die
Briten haben erfolgreiche Sportler und prägen die Welt durch ihre
Popmusik. Außerdem jubeln sie gerne, vor allem wenn sie ihre
Royals sehen.
Olympia spricht einen Teil der Menschen an, aber für viele ist da
einfach nichts Passendes dabei. Bitte keine Olympischen Spiele in
Deutschland !
Lustiger Irrtum:
".... spricht die Olympiade doch viele Menschen an. ....! ;-)
Eben!
Die Olympiade ist die Zeit ZWISCHEN den Olympischen Spielen! Darauf
freuen sich die Menschen, nach dem Teather!
Nur Berlin?
Wir hatten schon einmal sehr erfolgreiche und schöne Spiele in
München.
Leider hat das furchtbare Attentat auf die israelische Mannschaft einen
Schatten über dieses Ereignis geworfen, aber es zeigte doch
deutlich das ein sportliches Großereignis nicht zwingend in der
Hauptstadt statt finden muß.
München, Hamburg und sicher auch Berlin, unter Umständen
vielleicht noch Hannover und Stuttgart, wären mögliche
Austragungsorte. Man muß nur wollen.
Olympische Spiele in Deutschland...???
Keine Chance... Zu viele Bedenkenträger. Es gab 1990 (?) den Versuch die Spiele nach Berlin zu holen, er wurde von der vereinten Chaotenszene erfolgreich abgewehrt. Ein neuer Versuch würde ähnlich ablaufen, weil auch wegen der Infrastruktur nur Berlin als Austragungsort in Frage käme.
Ich korregiere mal:
Auch wenn für einen Teil nichts dabei ist spricht die Olympiade
doch viele Menschen an.
Bitte holt die olympischen Spiele mal wieder nach Deutschland!
So eine Show bekommen nur die Briten hin. Klasse.
Eigentlich eine gute Idee aber mir war das Ganze einerseits zu
pompös, der Bühnenaufbau zusammengestückelt und die
Choreografie streckenweise albern: ein bisschen von allem aber kein
großes Bild. Allein diese komische Nummer, die London als
Fashion-Metropole (was sie ja ist) darstellen sollte: die Inszenierung
der Models war eine Mischung aus Road-Show und Travestie - einfach nur
peinlich. Die Musikauswahl ist immer subjektiv aber mir war sie zu
rückwärts gewandt, eine Mischung von Alt und Neu wäre
besser gewesen - es gibt doch jede Menge Auswahl. Nicht zuletzt waren
die Sportler mir zu eingepfercht in ihren Segmenten und waren nicht mehr
als Dekoration.
Die Brasilianer hatten schon bei ihrem kurzen Auftritt mehr drauf was
die Choreografie angeht.
In der Summe waren es aber schöne Spiele mit interessanten
Sportlern, begeisterten (nicht immer objektiven) Zuschauern, tollen
Gastgebern und beeindruckenden Kulissen.
Den Kommerz muss man einfach hinnehmen. Denn wer soll alles bezahlen?
Tolle Show, aber Thema verfehlt!
Man muss es den Briten lassen: Sie wissen, wie man eine Show inszeniert. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, welch biedere Hausmannskost bei einem Austragungsort Berlin herausgekommen wäre. Schade nur, dass sowohl die Eröffnungs- als auch die Abschlussfeier rein gar nichts mit den olympischen Spielen zu tun hatten. Stattdessen mehrere Stunden britische Nationalfeierlichkeiten, bei denen die Sportler eigentlich irgendwie nur zu stören schienen. So wurden sie denn auch - Symbolbild des Tages - in die Umrisse des Union Jack eingepfercht, um ja nicht der schamlosen britischen Selbstbeweihräucherung in die Quere kommen zu können. Ich hoffe, dass bei Rio 2016 eher wieder die Jugend der Welt im Mittelpunkt stehen wird. Für London 2012 steht hingegen im Abschlusszeugnis: Tolle Show, aber Thema verfehlt!
Schön wär's gewesen, wenn nicht ARD und ZDF immer ihre Leute dazwischenbabbeln würden, die
ihre eigenen Erinnerungen für wichtiger halten als die
künstlerische Darstellung in Stadium.
Ob die das demnächst auch bei der Ausstrahlung einer Oper, eines
Musicals oder eines Konzertes machen?
Ich hab's mit Eurosport versucht, aber dort derselbe Affront gegen die
TV-Zuschauer. Man sieht, daß auf der Bühne alles in
Zeitungspapier eingewickelt ist, zum Teil auch in Großaufnahme.
Das Kommentatorenduo oder -trio erklärt lang und breit, daß
alles in Zeitungspapier eingewickelt ist.
Halten die in den TV-Redaktionen uns für völlig
verblödet?
Ich habe fast nichts gesehen von den Spielen. Kurzes reinzappen
bewirkten sehr schnell große Langeweile mit geradezu peinlichen
Kommentierungen (Poschmann kommentiert Leichtathletik).
Es hat mir nichts gefehlt. Ihr sollt alle Euren Spaß haben an dem
Theater. Mich stört es nicht.
Aber eines versichere ich Euch: Wo auch immer ein Olympionike meint
Werbung machen zu müssen, werde ich bewusst die anderen Produkte
kaufen ...! Warum? Weil ich diese unglaubliche Verlogenheit zum Thema
Doping zutiefst verachte.
Und dann diese wundersamen Eröffnungs- und Abschlussfeiern: Wie
hirnlos muss man sein, um das schön zu finden und dafür 2
Stunden zu opfern?
Zu einem Vorredner:
SO fühlt sich das Leben NICHT an und so sieht es auch nicht aus.
Das war Show, so fühlt sich Show an. So sieht Show aus. Sie waren
dabei offensichtlich das passiver Opfer. Eine Form der Opferrolle, mit
der ich mich nie abfinden werde!
Das ist die allererste olympische Schlussfeier, die ich mir jemals in
voller Länge angesehen habe. Hui!
Herrn Seelmann-Engebrecht (or what's his name) und diese Frau aus Berlin
als Ko-Moderatoren hätte man getrost in Hamburg bzw. Berlin lassen
können. Diese Show geht völlig ohne unsinniges Gelaber. No
need for comments - Untertitel hätten gereicht. Just enjoy the
show, ARD. Chance missed.