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Olympia 2004 Athens Organisationschefin droht mit Rücktritt

 ·  Gianna Angelopoulos-Daskalaki will zurücktreten, sollten nicht binnen 60 Tagen die Vorbereitungen für Olympia 2004 beschleunigt werden.

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Die Probleme um die Olympischen Spiele 2004 in Athen scheinen immer größer zu werden. Nach Berichten der griechischen Presse hat die Chefin des Organisationskomitees (ATHOC), Gianna Angelopoulos-Daskalaki, mit Rücktritt gedroht.

Wie die angesehene Athener Zeitung „Kathimerini“ in ihrer Freitagausgabe weiter berichtet, sei die „eiserne Lady“ nicht bereit, ihr „Image“ noch länger in Gefahr zu bringen. Sie soll Mitgliedern des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zu verstehen gegeben haben, dass die nächsten zwei Monate von entscheidender Bedeutung seien.

Sollten innerhalb der nächsten 60 Tage die Vorbereitungen nicht beschleunigt werden, werde Gianna Angelopoulos-Daskalaki zurücktreten, heißt es im Bericht der Zeitung.

Erst drei Prozent der olympischen Anlage fertig

Bei einer Inspektion des Olympischen Dorfes durch den zuständigen Staatssekretär sei am Donnerstag festgestellt worden, dass erst drei Prozent dieser zentralen olympischen Anlage fertig sei. Darüber hinaus seien die Termine für den Beginn des Baus zahlreicher Infrastrukturprojekte nicht eingehalten worden.

Bereits am Donnerstag hatten drei Athener Zeitungen berichtet, dass der Bau der Sportanlagen für Reiten, Baseball, Softball, Hockey, Basketball, Fechten und Modernen Fünfkampf noch gar nicht begonnen hätte. Aus diesem Grund könnten die Testwettbewerbe nicht wie geplant durchgeführt werden.

Verlegung in ein anderes Land nicht mehr möglich

Gianna Angelopoulos-Daskalaki gilt dem IOC als letzter Garant für eine einigermaßen ausreichende Vorbereitung der Spiele 2004. Die Reederin war im Mai 2000 vom griechischen Ministerpräsidenten Kostas Simitis als Nothelferin in die Führung des Organisationskomitees berufen worden, nachdem der ehemalige IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch Athen einen Monat zuvor mit dem Entzug der Spiele gedroht hatte.

Wegen der kurzen Zeit bis zur Eröffnung der Olympiade am 13. August 2004 ist eine Verlegung dieser Großveranstaltung in ein anderes Land nicht mehr möglich. Das IOC hatte ATHOC als Frist zur Fertigstellung aller Anlagen das Ende des Jahres 2003 gestellt. Sie ist längst nicht mehr einzuhalten.

Quelle: @lück, @cris, mit Material von dpa
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