26.03.2006 · Rekordchampion Bayern München war auch am 27. Spieltag der Fußball-Bundesliga der große Gewinner. Dagegen steht der 1. FC Köln dicht vor dem Abstieg. Was die Trainer zu den Ergebnissen sagen.
Rekordchampion Bayern München war auch am 27. Spieltag der Fußball-Bundesliga der große Gewinner. Dagegen steht der 1. FC Köln dicht vor dem Abstieg. Was die Trainer zu den Ergebnissen sagen.
1. FC Kaiserslautern - Borussia Mönchengladbach 3:0
Trainer Wolfgang Wolf (1. FC Kaiserslautern): „Entscheidend war, daß wir nach anfänglichen Schwierigkeiten gut ins Spiel gekommen sind. Wir sind jetzt weiter einen Punkt vor einem Nichtabstiegsplatz, aber die Mannschaften vor uns können sich nicht sicher sein. Der Kampf wird gehen bis zum Schluß.“
Trainer Horst Köppel (Borussia Mönchengladbach): „Egal wo wir hinfahren, wir spielen nicht gut. Wir verlieren regelmäßig, zumindest in der Rückrunde. Zu Hause geht es einigermaßen, aber auch nicht mehr so wie in der Hinrunde. Wer auswärts nicht punktet, darf vom Uefa-Cup nicht mehr sprechen. Gerade wenn man sieht, wie die gestrigen Ergebnisse waren, bin ich sehr enttäuscht. Wir sind noch nicht so weit und noch nicht reif für den Uefa-Cup.“
Armina Bielefeld - 1. FC Nürnberg 0:0
Trainer Thomas von Heesen (Arminia Bielefeld): „Vom Spielverlauf her hätten wir gewinnen müssen, vor allem auf Grund der Chancen in der zweiten Halbzeit. Ich kann der Mannschaft aber keinen Vorwurf machen, wir haben alles investiert und sind hohes Risiko gegangen. Es sind aber eher zwei verlorene Punkte.“
Trainer Hans Meyer (1. FC Nürnberg): „Auswärts wäre ich mit einem Punkt schon von vornherein zufrieden gewesen. Die Mannschaften haben sich weitgehend neutralisiert. Für heute war das in Ordnung, unsere Fans können zufrieden nach Hause fahren.“
Schalke 04 - VfL Wolfsburg 2:2
Trainer Mirko Slomka (Schalke 04): „Der VfL Wolfsburg hatte die klareren Möglichkeiten, dabei habe ich meine Mannschaft massiv vor diesem Gegner gewarnt. Nach dem 1:0 haben wir verpaßt, den Motor weiter auf Touren zu bringen. Wir haben heute einen schweren Rückschlag erlitten im Kampf um die Champions-League-Pläzte. Das ist besonders bitter.“
Trainer Klaus Augenthaler (VfL Wolfsburg): „Ich darf nicht darüber nachdenken: Es wäre heute mehr drin gewesen, obwohl wir drei Stammspieler ersetzen mußten. Schalke ist zweimal in Führung gegangen, wir sind wieder zurückgekommen. Am Ende bin ich mit dem Unentschieden zufrieden und kann damit leben.“
FSV Mainz 05 - Hertha BSC Berlin 2:2
Trainer Jürgen Klopp (FSV Mainz 05): „Ich finde, es ist ein gerechtes Unentschieden. Wenn man zur Halbzeit mit 0:1 hinten liegt und das Spiel endet Remis, dann ist es ein Punktgewinn. Nachdem ich frühzeitig zwei Spieler auswechseln mußte, erzählt das Spiel natürlich eine eigene Geschichte. Deshalb warte ich jetzt erstmal auf die Aussagen der Ärzte, erst dann kann ich das Spiel richtig einordnen.“
Trainer Falko Götz (Hertha BSC Berlin): „Wir sind am Ende natürlich froh über den Punkt. Vom Spielverlauf her waren wir in der ersten Halbzeit die aktivere Mannschaft und hatten schon vor dem 1:0 zwei, drei gute Möglichkeiten. In der zweiten Halbzeit wollten wir dann auf Konter spielen, das hat aber überhaupt nicht geklappt. Dennoch ist der Punkt aufgrund der Leistung in der ersten Halbzeit insgesamt verdient.“
VfB Stuttgart - Bayer Leverkusen 0:2
Trainer Armin Veh (VfB Stuttgart): „In der ersten Halbzeit hatten wir uns etwas anderes vorgenommen. Wir wollten aggressiv spielen, sind aber zu keiner richtigen Chance gekommen. In der zweiten Halbzeit habe ich eine andere Mannschaft auf dem Platz gesehen, die ihre Chancen aber auch nicht nutzen konnte. Deshalb geht der Sieg von Leverkusen in Ordnung.“
Trainer Michael Skibbe (Bayer Leverkusen): „Nach zwei mißlungenen Auftritten in unseren letzten beiden Spielen haben wir uns heute im Kampf um Platz fünf zurückgemeldet. Meine Mannschaft spielte couragiert und engagiert. Eine Schrecksekunde habe ich erlebt, als Mario Gomez fast den Ausgleich erzielte.“
Hamburger SV - Borussia Dortmund 2:4
Trainer Thomas Doll (Hamburger SV): „Wir haben die Anfangsphase verschlafen und hatten nach 30 Minuten unsere erste Chance. Das ist zu wenig für eine Heimmannschaft. Wir sind zu wenig in die Zweikämpfe gekommen, und die Ordnung hat nicht gestimmt. Nach dem Rückstand haben wir aber eine Reaktion gezeigt und sind zum richtigen Zeitpunkt 2:1 in Führung gegangen. Daß wir 30 Sekunden später den Ausgleich kassieren, geht überhaupt nicht. Das war der Knackpunkt.“
Trainer Bert van Marwijk (Borussia Dortmund): „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Spielerisch waren wir auch vorher schon oft gut, heute haben wir das in Tore umgesetzt. Meine Mannschaft hat guten Charakter gezeigt, wir haben das Spiel dominiert. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt.“
Werder Bremen - Hannover 96 5:0
Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): „Ich bin sehr froh über dieses Erfolgserlebnis. Wir haben erst in der zweiten Halbzeit ins Spiel gefunden. Daran gemessen war das Ergebnis sehr hoch. In der Anfangsphase haben wir in vielen Dingen die Schwächen der Vergangenheit fortgesetzt, insbesondere die fehlende Ballsicherheit war ein Problem.“
Trainer Peter Neururer (Hannover 96): „Besser als in der ersten Halbzeit können wir eigentlich nicht spielen. Es war ein mehr als verrücktes Spiel mit einem erstaunlichen Ergebnis. Nach den schnellen Gegentoren in der zweiten Halbzeit war die Partie entschieden, ein 0:4 kann man gegen Werder nicht aufholen.“
MSV Duisburg - Bayern München 1:3
Trainer Jürgen Kohler (MSV Duisburg): „Wir haben heute den Meister gesehen. Allerdings haben wir den Bayern das Leben 65 Minuten schwer gemacht. Aber dann hat sich die individuelle Klasse der Bayern durchgesetzt. Wir haben noch eine kleine Chance auf den Klassenerhalt, müssen jetzt aber nächste Woche in Wolfsburg gewinnen. Das wird für uns ein echtes Endspiel.“
Trainer Felix Magath (Bayern München): „Wir haben die Partie zu langsam begonnen und in der ersten Halbzeit zu vorsichtig agiert. Plötzlich stand es 0:1. Nach der Halbzeit haben wir zu unserem Spiel gefunden und Tempo gemacht. Die Mannschaft hat gezeigt, welche Qualität sie besitzt. Nach dem Wechsel haben wir gezeigt, daß wir Meister werden wollen.“
1. FC Köln - Eintracht Frankfurt 1:1
Trainer Hanspeter Latour (1. FC Köln): „Ich kann mit dem Unentschieden nicht zufrieden sein. Wir haben uns so viel vorgenommen und sind entschlossen und druckvoll in die Begegnung gegangen. Nach dem 1:0 muß man solche Spiele auch mal packen. Nach dem Platzverweis waren wir allerdings vom spielerischen Potential nicht mehr in der Lage, die Partie zu kontrollieren. Der Punkt nützt Frankfurt mehr als uns.“
Trainer Friedhelm Funkel (Eintracht Frankfurt): „Ich bin mit dem Unentschieden zufrieden. Meine Mannschaft hat noch nicht die Reife und Cleverneß, eine Überzahlsituation auszuspielen. Aber von der Bereitschaft und vom Kampf her, wie das Team nach dem Rückstand zurückgekommen ist, bin ich sehr zufrieden, zumal wir erhebliche Personalprobleme hatten. Der Punkt hilft uns weiter. Ich bin fest davon überzeugt, daß wir in der Bundesliga bleiben.“