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NBA Nash gewinnt Duell der Freunde gegen Nowitzki

02.04.2007 ·  Weil Dirk Nowitzki nur einen durchschnittlichen Tag hatte, sein Freund Steve Nash aber mit genialen Spielzügen glänzte, unterlagen die Dallas Mavericks bei den Phoenix Suns im Spitzenspiel der NBA.

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Der eine Superstar verließ 2:43 Minuten vor Ende des Gigantengipfels in der NBA das Spielfeld und nahm frustriert auf der Bank Platz. Der andere Superstar folgte wenige Sekunden später, strahlte und klatschte seine Mitspieler ab, bevor er sich setzte. Der Grund für die gegensätzlichen Gesichtsausdrücke der beiden Freunde Dirk Nowitzki und Steve Nash war auf der Anzeigentafel abzulesen. Mit 126:104 hatten die Phoenix Suns und ihr genialer Spielmacher Steve Nash im Spitzenspiel der Nordamerikanischen Basketball-Liga NBA den Ligaprimus Dallas Mavericks mit Dirk Nowitzki deklassiert.

„Wir haben mit viel Power und Kontinuität gespielt. Wenn wir so auftreten, kann kein Team gegen uns bestehen“, sagte der eher als bescheiden geltende Nash. Für den Kanadier und sein Team war es der zweite Sieg innerhalb von zweieinhalb Wochen gegen die Mavericks. Bereits am 14. März hatten die Suns in Dallas nach zweimaliger Verlängerung mit 129:127 gewonnen.

„Alle Fehler, die man nur machen kann“

„Wir brauchen Training“, sagte Dallas-Trainer Avery Johnson nach der Pleite. Sein Team habe auf Grund des engen Spielplans schon länger nicht mehr hart trainieren können. Dies sei aber nötig, um einige Fehler abzustellen, betonte Johnson. Gemeint ist vor allem die Defensive. Zwar ist Dallas in der Verteidigung die Nummer eins der NBA. Doch in Phoenix agierten die Texaner vor dem eigenen Korb zu oft indisponiert und uninspiriert. Die Suns nutzten dies im Stile einer Klasse-Mannschaft aus und stellten mit einer Trefferquote von 65 Prozent aus dem Feld eine neue Saisonbestmarke in der NBA auf.

„Wir machen in der Abwehr alle Fehler, die man nur machen kann“, hatte Johnson bereits in der ersten Halbzeit kritisiert. Da waren die Mavs beim Pausenstand von 56:60 allerdings noch ebenbürtig. Im Schlussabschnitt dominierten dann nur noch die Gastgeber und entschieden das letzte Viertel mit 37:22 für sich.

Nowitzki knickt abermals um

Noch beeindruckender war die Trefferquote von 86 Prozent in den letzten zwölf Minuten. „Jeder hat sich gut bewegt, jeder hat den Ball schnell zum Nebenmann gespielt und so haben wir immer den freien Mann gefunden“, sagte Shawn Marion. Eine kurze Schrecksekunde gab es für Nowitzki im Schluss-Viertel: Nach einem Wurfversuch landete der Würzburger auf Marions Fuß und knickte - wie schon am Mittwoch gegen Milwaukee - mit dem linken Sprunggelenk um. Nowitzki humpelte kurz, konnte aber weitermachen. „Ich dachte, er hatte mich gefoult. Aber der Schiedsrichter hat kein Foul gepfiffen, also war es wohl keins“, sagte der Deutsche. Nur jeden dritten Wurf aus dem Feld heraus hatte er im Korb untergebracht und kam letztlich auf durchschnittliche 21 Zähler. Bester Texaner war Josh Howard mit 28 Punkten. Bei Phoenix erzielte der Brasilianer Leandro Barbosa 29 Punkte.

Der Sieg war nicht nur perfekter Ausdruck des Offensiv-Basketballs, den die Suns lieben und nahezu perfekt beherrschen. Das Team aus Arizona hat auch hinsichtlich eines möglichen Finals in der Western Conference gegen Dallas ein Zeichen gesetzt. Das bedeute zwar nicht, dass die Suns so viel besser als die Mavericks seien, sagte Trainer Mike D'Antoni. „Aber es wird auf jeden Fall sehr eng und wir werden mal sehen, was dann so passiert“, sagte D'Antoni.

Trotz der 12. Saisonniederlage hat Dallas noch sechs Siege mehr als die Suns und führt die Liga weiterhin deutlich an. Und Nash hatte bereits vor dem Spiel betont, dass Nowitzki und er völlig unabhängig vom Ausgang der Partie und der Meisterschaft Freunde bleiben werden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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