Die Dallas Mavericks mit ihrem deutschen Star Dirk Nowitzki und die San Antonio Spurs stehen in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga (NBA) vor dem Einzug ins Endspiel der Western Conference.
Beide Mannschaften feierten in der Nacht zum Mittwoch in ihrem fünften Playoff-Halbfinalspiel den dritten Sieg und brauchen bei einer 3:2-Führung in der Serie „best of seven“ nur noch einen Erfolg zum Weiterkommen. Die Mavericks, die zuletzt 1988 im Conference-Finale standen, bezwangen in eigener Arena die Sacramento Kings mit 112:93.
Dallas Defense sichert Erfolg
Nowitzki war mit 16 Punkten hinter Steve Nash (25) und Nick van Exel (18) drittbester Werfer der Texaner, die vor allem mit einer erstklassigen Defense brillierten. „Das war der Garant für den sicheren Erfolg. So stark wie in der zweiten Halbzeit haben wir in der Defense kaum einmal gespielt“, befand Nowitzki und ergänze: „Allen fiel ein Stein vom Herzen, denn wir wollten unbedingt gewinnen. Bei einer Niederlage hätten wir die Serie kaum noch einmal gewendet. Können wir die Defense-Leistung in der nächsten Partie wiederholen, werden wir ins Finale einziehen.“
Beide Teams treffen in der Nacht zum Freitag (Premiere live/ 4.30 Uhr MESZ) bei den Kings das sechste Mal aufeinander. Bei den Gästen war Doug Christie mit 21 Punkten erfolgreichster Werfer. Angesichts der beeindruckenden Vorstellung konnte Nowitzki die gegen ihn verhängte Geldbuße von 5000 Dollar leicht verschmerzen. Die NBA bestrafte seinen Ausraster im vierten Duell, als der gebürtige Würzburger bei der 83:99-Niederlage am Sonntag in Sacramento gut zwei Minuten vor Spielschluß aus Verärgerung wegen einer Schiedsrichter-Entscheidung einen Handtuchhaufen umgetreten hatte.
L.A.-Lakers unter Druck
San Antonio setzte sich vor heimischem Publikum gegen Titelverteidiger Los Angeles Lakers mit 96:94 durch. Dem dreifachen Champion in Folge, bei dem Headcoach Phil Jackson drei Tage nach einem chirurgischem Eingriff am Herzen wieder auf der Bank saß, droht damit das Aus. Im sechsten Spiel am Donnerstag hat Los Angeles allerdings wieder Heimvorteil. Die Spurs sahen lange Zeit wie der sichere Gewinner aus. Gegen Ende des dritten Viertels hatten sie bereits mit 25 Punkten (78:53) geführt.
Doch in den Schlussminuten machten die von Kobe Bryant - mit 36 Punkten bester Werfer - angeführten Lakers den Rückstand wett und hätten das Parkett sogar als Sieger verlassen können. Der Dreier von Robert Horry drei Sekunden vor Spielende verfehlte jedoch knapp sein Ziel. Tim Duncan war mit 27 Punkten sicherster Spurs-Schütze.