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Nationalmannschaft Beckenbauer: „Es wird ein Ausländer“

14.07.2004 ·  Die „Trainerfindungskommission“ des Deutschen Fußball-Bundes hat getagt - und immer noch kein Ergebnis erzielt. Allerdings zeichnet sich ein Novum in der 104jährigen DFB-Geschichte ab.

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Der neue Fußball-Bundestrainer wird möglicherweise erstmals in der 104jährigen Geschichte des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ein Ausländer. „Die Tendenz heute ist: Es wird ein Ausländer“, sagte Franz Beckenbauer, Mitglied der vierköpfigen Trainerfindungskommission (TFK) des DFB in einem Interview.

Das Gremium mit Beckenbauer, DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, Verbands-Generalsekretär Horst R. Schmidt und Ligachef Werner Hackmann hatte am Dienstag rund drei Stunden in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main getagt, war anschließend aber zu keiner Stellungnahme bereit. Beckenbauer verriet dann aber seiner Hauspostille Bild-Zeitung: „Wir haben uns auf einen Arbeitsplan verständigt. Möglich, daß schon Mitttwoch oder Donnerstag erste Resultate vermeldet werden können.“

Also doch Hiddink?

Durch diese Aussagen nährte Beckenbauer die Spekulationen um den Niederländer Guus Hiddink, der angeblich nach den Absagen von Ottmar Hitzfeld und Otto Rehhagel der Favorit auch die Nachfolge von Rudi Völler sein soll. Der 57jährige steht allerdings beim PSV Eindhoven als Trainer und Sportdirektor noch bis 2007 unter Vertrag. Aber auch der dänische Nationaltrainer Morten Olsen bleibt in der Verlosung. Beide hatten zuletzt unisono erklärt, daß sie sich durch das Interesse des DFB geehrt fühlten. Weitere Kommentare gab es von Hiddink und Olsen aber nicht.

Auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus bleibt laut Beckenbauer im Rennen. „Wir sind froh über Kandidaten, die zu haben sind.“ Grundsätzlich stellte der DFB-„Cheffahnder“ aber fest: „Es ist eine Misere - wo kriegst du im Juli einen Trainer her?“ Dennoch: „Beim Anpfiff zum WM-Eröffnungsspiel 2006 wird ein guter Mann bei uns auf der Bank sitzen.“

Auch Hitzfeld bleibt ein Thema

Nach Informationen des Kölner „Express“ will Beckenbauer aber auch noch weiter Ottmar Hitzfeld zum Umdenken bewegen. „Franz Beckenbauer wird mit ihm noch einmal reden. Er ist nun einmal die beste Lösung. Man sollte ihm jetzt Zeit zum Durchatmen geben“, sagte der bayrische Verbandschef Heinrich Schmidhuber.

Für Schmidhuber stehen Kandidaten wie Matthäus und Paul Breitner nicht zur Debatte: „Schmarrn! Die haben sich selbst ins Gespräch gebracht.“ Nach Ansicht von Schmidhuber könnte sich Beckenbauer bei einer Verpflichtung von Hitzfeld, der am 1. Juli abgesagt hatte, noch einen weiteren Heiligenschein verdienen: „Wenn der Franz ihn tatsächlich noch einmal überredet, ist er nicht nur der Kaiser, sondern der Über-Kaiser.“

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