http://www.faz.net/-gtl-77de0
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 03.03.2013, 14:59 Uhr

Nach Juryfehler bei WM „Die meisten sind gegen das System“

Erst hatten die Norweger Silber, dann gar nichts mehr. Nach einem chaotischen Ende beim WM-Springen von der Großschanze kritisiert der FIS-Verbandschef das eigene System. Wer brauche schon das Kabarett an Kampfrichtern.

© REUTERS Wahrlich zu früh gefreut: Die Norweger verlieren nicht nur Silber, sondern ihren Platz auf dem Podest

Nach dem chaotischen Ende des WM-Teamwettbewerbes hat FIS-Präsident Gian Franco Kasper eine Reform des Skispringens gefordert. „Die meisten in der FIS sind gegen das System. Wir müssen es abschaffen. Und auch gleich die Sprungrichter. Es genügen vielleicht zwei Kampfrichter, die die Landung bewerten. Das ganze Kabarett brauchen wir nicht“, sagte der Chef des Internationalen Skiverbandes an diesem Sonntag der ARD. Im Mannschaftswettbewerb hatte Norwegen wegen eines Rechenfehlers nachträglich Silber an Deutschland verloren und war hinter Polen auf Rang vier zurückgefallen.

Grund dafür war, dass Anders Bardal bei seinem ersten Versuch Bonuspunkte für eine Anlaufverkürzung erhalten hatte, obwohl er aus einer höheren Luke gesprungen war. „Es war ein menschliches Versagen. Wir werden das sehr ernsthaft diskutieren“, meinte Kasper. Sehr zufrieden äußerte er sich dagegen über die WM-Premiere im Mixed-Springen. „Das war ein großer Erfolg“, sagte der Schweizer. Die FIS habe beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) bereits eine Anfrage bezüglich der Aufnahme ins olympische Programm gestellt. Diese kann frühestens für die Winterspiele 2018 im südkoreanischen Pyeongchang erfolgen.

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.NET/dpa

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Österreich und die Diktaturen Der Caudillo hat noch Platz im Palast

Stefan A. Müller zeigt, dass sich die österreichischen Nachkriegsregierungen Franco-Spanien gegenüber in einer unreflektierten Freundschaft verbunden fühlten. Mehr Von Rolf Steininger

25.04.2016, 09:55 Uhr | Politik
Irak Helmkamera-Video zeigt chaotische IS-Kämpfer

Kurdischen Kämpfern ist eine Helmkamera eines IS-Kämpfers in die Hände gefallen. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie chaotisch und panisch die Kämpfer der Extremistenmiliz vorgehen. Mehr

29.04.2016, 16:17 Uhr | Gesellschaft
Fechterin Heidemann Projekt Rio - ohne Degen

Fechterin Britta Heidemann scheitert in der Qualifikation, will aber trotzdem nach Olympia - und dort mit Worten kämpfen. Ihre Zukunft auf der Planche lässt sie offen. Mehr Von Achim Dreis

18.04.2016, 17:28 Uhr | Sport
Rio 2016 Syrischer Flüchtling trägt olympisches Feuer

Der kriegsversehrte syrische Schwimmer Ibrahim al-Hussein hat die olympische Flamme durch ein Flüchtlingslager in Athen getragen. In dem Lager leben derzeit rund 1500 Flüchtlinge. Mehr

27.04.2016, 16:23 Uhr | Sport
Feuer für Rio 2016 Ein Flüchtling als olympischer Fackelträger

In Syrien verlor Schwimmer Ibrahim Al Hussein bei einem Bombenangriff seinen halben Unterschenkel. Nun ist der Flüchtling einer der Athleten, die die olympische Fackel nach Rio tragen. Mehr

27.04.2016, 12:39 Uhr | Sport

Überraschend professionell

Von Anno Hecker

Die Bayern schlagen wieder zu. Nun wollen sie Mats Hummels. Doch die große Aufregung bleibt aus. Spektakuläre Wechsel gehören zum Profigeschäft. Und Dortmund macht es letztlich auch nicht anders. Mehr 37 10