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Nach Juryfehler bei WM : „Die meisten sind gegen das System“

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Wahrlich zu früh gefreut: Die Norweger verlieren nicht nur Silber, sondern ihren Platz auf dem Podest Bild: REUTERS

Erst hatten die Norweger Silber, dann gar nichts mehr. Nach einem chaotischen Ende beim WM-Springen von der Großschanze kritisiert der FIS-Verbandschef das eigene System. Wer brauche schon das Kabarett an Kampfrichtern.

          Nach dem chaotischen Ende des WM-Teamwettbewerbes hat FIS-Präsident Gian Franco Kasper eine Reform des Skispringens gefordert. „Die meisten in der FIS sind gegen das System. Wir müssen es abschaffen. Und auch gleich die Sprungrichter. Es genügen vielleicht zwei Kampfrichter, die die Landung bewerten. Das ganze Kabarett brauchen wir nicht“, sagte der Chef des Internationalen Skiverbandes an diesem Sonntag der ARD. Im Mannschaftswettbewerb hatte Norwegen wegen eines Rechenfehlers nachträglich Silber an Deutschland verloren und war hinter Polen auf Rang vier zurückgefallen.

          Grund dafür war, dass Anders Bardal bei seinem ersten Versuch Bonuspunkte für eine Anlaufverkürzung erhalten hatte, obwohl er aus einer höheren Luke gesprungen war. „Es war ein menschliches Versagen. Wir werden das sehr ernsthaft diskutieren“, meinte Kasper. Sehr zufrieden äußerte er sich dagegen über die WM-Premiere im Mixed-Springen. „Das war ein großer Erfolg“, sagte der Schweizer. Die FIS habe beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) bereits eine Anfrage bezüglich der Aufnahme ins olympische Programm gestellt. Diese kann frühestens für die Winterspiele 2018 im südkoreanischen Pyeongchang erfolgen.

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