Home
http://www.faz.net/-gtl-77de0
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Nach Juryfehler bei WM „Die meisten sind gegen das System“

Erst hatten die Norweger Silber, dann gar nichts mehr. Nach einem chaotischen Ende beim WM-Springen von der Großschanze kritisiert der FIS-Verbandschef das eigene System. Wer brauche schon das Kabarett an Kampfrichtern.

© REUTERS Vergrößern Wahrlich zu früh gefreut: Die Norweger verlieren nicht nur Silber, sondern ihren Platz auf dem Podest

Nach dem chaotischen Ende des WM-Teamwettbewerbes hat FIS-Präsident Gian Franco Kasper eine Reform des Skispringens gefordert. „Die meisten in der FIS sind gegen das System. Wir müssen es abschaffen. Und auch gleich die Sprungrichter. Es genügen vielleicht zwei Kampfrichter, die die Landung bewerten. Das ganze Kabarett brauchen wir nicht“, sagte der Chef des Internationalen Skiverbandes an diesem Sonntag der ARD. Im Mannschaftswettbewerb hatte Norwegen wegen eines Rechenfehlers nachträglich Silber an Deutschland verloren und war hinter Polen auf Rang vier zurückgefallen.

Grund dafür war, dass Anders Bardal bei seinem ersten Versuch Bonuspunkte für eine Anlaufverkürzung erhalten hatte, obwohl er aus einer höheren Luke gesprungen war. „Es war ein menschliches Versagen. Wir werden das sehr ernsthaft diskutieren“, meinte Kasper. Sehr zufrieden äußerte er sich dagegen über die WM-Premiere im Mixed-Springen. „Das war ein großer Erfolg“, sagte der Schweizer. Die FIS habe beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) bereits eine Anfrage bezüglich der Aufnahme ins olympische Programm gestellt. Diese kann frühestens für die Winterspiele 2018 im südkoreanischen Pyeongchang erfolgen.

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.NET/dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Internationales Reitturnier Eliteschau im Biebricher Schlosspark

Erstmals ist beim Pfingstturnier in Wiesbaden der gesamte deutsche A-Kader der Springreiter am Start. Auch der Überraschungssieger des Hamburger-Springderbys tritt an – und verspricht besondere Spannung. Mehr Von Sylvia Theel, Wiesbaden

22.05.2015, 11:26 Uhr | Sport
Skifliegen in Vikersund Rekord-Show mit Freund und Fannemel

In Vikersund zeigen die Skispringer eine historische Show. Ein Norweger knackt den erst einen Tag alten Weltrekord und segelt unglaubliche 251,5 Meter. In die Hauptrolle auf dem Monsterbakken schlüpft dennoch Severin Freund. Mehr

15.02.2015, 20:20 Uhr | Sport
Hilfstransport für Nepal 70 Stunden zwischen Frankfurt und Kathmandu

Oliver Pitsch ist Cheflogistiker der Johanniter-Unfall-Hilfe und hat den Hilfstransport nach Nepal begleitet. Der Einsatz dauerte 70 Stunden, neun davon hat er vielleicht geschlafen. Von einer Reise ins Krisengebiet. Mehr Von Verena Rumpf, Frankfurt

15.05.2015, 10:05 Uhr | Rhein-Main
Silber und Bronze im Slalom Furioses WM-Finale dank Dopfer und Neureuther

Was für ein spannendes Finale bei der Ski-WM! Die Deutschen Fritz Dopfer und Felix Neureuther landen noch auf dem Podest im Slalom. Der Sieg geht an einen Franzosen, weil der große Favorit ausscheidet. Mehr

16.02.2015, 13:18 Uhr | Sport
Eishockey-WM Kann denn keiner Kanada stoppen?

Wie ein Tsunami auf dem Eis: Kanadas Superstars dominieren die Eishockey-Weltmeisterschaft und können gegen Gastgeber Tschechien an diesem Samstag zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder ins WM-Finale einziehen. Das deutsche Team muss dagegen nachsitzen. Mehr Von Marc Heinrich

16.05.2015, 10:25 Uhr | Sport
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 03.03.2013, 14:59 Uhr

Lebensraum für freche Zwerge

Von Christian Eichler

Steigt ein Traditionsklub wie der Hamburger SV oder der VfB Stuttgart aus der Fußball-Bundesliga ab, wäre das ein wirtschaftlicher Verlust für alle Beteiligten. Doch die Liga ist kein Reservat für träge gewordene Dinosaurier. Mehr 1 1