11.01.2007 · Der Vatikan hat die Rallye Dakar in einem Leitartikel des „L'Osservatore Romano“ als „blutiges Rennen der Verantwortungslosigkeit“ bezeichnet. Die Blutspur auf der Route der Rallye werde von Jahr zu Jahr länger.
Nach dem Tod des südafrikanischen Motorradfahrers Elmer Symons bei der Rallye Dakar hat der Vatikan das Rennen durch die Wüste scharf verurteilt. In einem Leitartikel bezeichnete die Zeitung „L'Osservatore Romano“, das offizielle Presseorgan des Heiligen Stuhls, die Rallye als „blutiges Rennen der Verantwortungslosigkeit“.
Dies habe nichts mehr mit einem gesunden Wettkampf zu tun, meinte das Blatt und erinnerte daran, dass insgesamt bereits 54 Menschen bei dem traditionellen Rennen ums Leben gekommen sind, „darunter auch acht Kinder und zwei Frauen“.
„Blutspur auf der Route der Rallye“
Weiter hieß es, „die Blutspur auf der Route der Rallye, die von Jahr zu Jahr länger wird, unterstreicht die unbestreitbare Gewaltkomponente, die hinter jedem Versuch steht, 'westliche' Modelle in menschliche Umfelder und Ökosysteme zu transportieren, die wenig mit dem Westen zu tun haben“, hieß es.
Autos, Motorräder und riesige Lastwagen führen mit „verrückter Geschwindigkeit“ durch die Wüste, wobei die Überreste der Fahrzeuge häufig einfach nach dem Ende der Rallye zurückgelassen würden. Dies sei „ein zynisches Verhalten“, das die Realität ignoriere, schrieb die Zeitung, die sich selten in so scharfen Worten zu einem sportlichen Ereignis geäußert hat.
VW auch am sechsten Tag mit drei Teams vorn
Unterdessen hat der zweifache spanische Rallye-Weltmeister Carlos Sainz im VW Race-Touareg auf der sechsten Etappe der 29. Rallye Dakar über 817 Kilometer von Tan Tan in Marokko nach Zouérat in Mauretanien seine Führung verteidigt.
Am sechsten Tag lag er 3:11 Minuten vor seinem südafrikanischen Teampartner Giniel de Villiers mit dessen deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz. Dritte blieben Carlos Sousa/Andreas Schulz (Portugal/München) im dritten Race-Touareg des deutschen Phönix-Teams aus der Eifel. Der Tagessieg ging an den Amerikaner Robby Gordon.
Der Vatikan sollte sich um seine Dinge kümmern!
Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1)
- 11.01.2007, 20:27 Uhr
"Ich erspare mir aus gutem Grund hier in Einzelheiten zu gehen."
Dr. Wolfgang Kaiser (WolfgangKaiser)
- 12.01.2007, 00:15 Uhr
Sogar der Gründer selbst kam ums Leben
Marvin Hellwig (Kreuzfahrer)
- 12.01.2007, 01:33 Uhr
Aha
the mule (mule)
- 12.01.2007, 02:09 Uhr
Endlich!
Hans-Peter Muller (Khaled)
- 12.01.2007, 07:55 Uhr