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Rallye Dakar Mitsubishi auf dem Weg zum Gesamtsieg

16.01.2007 ·  Stéphane Peterhansel, Dakar-Sieger von 2004 und 2005, hat seine Führung bei der Rallye Dakar weiter ausgebaut. Nun hat Mitsubishi alle Trümpfe in der Hand, VW ist um Schadensbegrenzung bemüht. Derweil ist Jutta Kleinschmidt im Aufwind.

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Rekordsieger Mitsubishi hat auf der zehnten Etappe der 29. Rallye Dakar seine am Vortag eroberte Doppelführung verteidigt. Auf dem Teilstück über 366 Kilometer rund um Néma in Mauretanien baute der französische Gesamterste Stéphane Peterhansel, Dakar-Sieger von 2004 und 2005, seinen Vorsprung auf
9:56 Minuten aus. Sein französischer Landsmann und Markenkollege Luc Alphand blieb auf dem zweiten Platz.

Die in der ersten Hälfte desWüstenklassikers vom Pech verfolgte Kölnerin Jutta Kleinschmidt setzte mit der neuntbesten Tageszeit im privat eingesetzten BMW X3 ihren Aufwärtstrend fort. Bester Volkswagen-Pilot ist der Amerikaner Mark Miller auf Rang sechs.

VW kämpft um Schadensbegrenzung

Als der Traum vom ersten Sieg eines Diesel-Fahrzeugs geplatzt war, steckte bei VW aber niemand den Kopf in den Sand. Aufgabe war kein Thema für den Wolfburger Automobilhersteller, der die 29. Rallye Dakar acht Etappen lang beherrscht und dem großen Rivalen Mitsubishi damit die Tour vermasselte. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (Südafrika/Karlshof) und Carlos Sainz/Michel Perin (Spanien/Frankreich), die auf der neunten Etappe durch technische Defekte ihre Siegchancen verloren, setzten am Mittwoch die Rallye nach erfolgreicher Reparatur fort.

„Wir werden bis zum letzten Tag dieser Rallye alles dransetzen, die bestmöglichen Ergebnisse in der Tages- und der Gesamtwertung zu erziehen“, sagte Volkswagen Motorsportdirektor Kris Nissen. Während Sainz und de Villiers weit zurückfielen, lagen die Race Touareg von Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/Südafrika) und
Carlos Sousa/Andy Schulz (Portugal/München) auf den Plätzen sechs und sieben.

„Das war eine kalte Dusche“

Ein Problem mit einem Schlepphebel im Ventiltrieb des 2,5-Liter-Diesel-Motors war sowohl dem Vorjahres-Zweiten de Villiers als auch dem zweimaligen Rallye-Weltmeister Sainz zum Verhängnis geworden, ein Schaden, der während der langen Entwicklungs- und Testphase noch nie aufgetreten ist. Bei Sainz waren zunächst unterschiedliche Ursachen vermutet worden, aber nachdem beide Race Touareg ins Biwak geschleppt worden waren, war die Quelle des Übels schnell geortet.

„Wir haben über Nacht den Motor von Carlos komplett revidiert und bei Giniel einen neuen Zylinderkopf montiert“, sagte Donatus Wichelhaus, Leiter Motoren-Entwicklung bei Volkswagen Motorsport. „Dieser Rückschlag mit unseren beiden bestplatzierten Autos an einem Tag ist schon extrem bitter. Das war eine kalte Dusche“, sagt Nissen: „Man kann viele Etappen gewinnen und muss nur eine verlieren, um am Ende mit leeren Händen dazustehen. Das ist der Unterschied zwischen der „Dakar“ und beispielsweise einer
Fußball-Saison, in der ein verlorenes Spiel noch nicht die Meisterschaft kostet.“

Mitsubishis werden Sieg wohl unter sich ausmachen

Nach Platz drei vor zwei und Platz zwei vor einem Jahr hatten sich die Wolfsburger bestens vorbereitet, um den zweiten VW-Sieg nach dem Triumph von Freddy Kottulinsky mit einem VW Iltis 1980 in Angriff zu nehmen. Nissen: „Wir haben alle Aufgaben aus dem Vorjahr gelöst und uns in allen Bereichen verbessert, das haben wir bisher klar gezeigt. Sogar von den drei Königsetappen in Mauretanien haben wir zwei gewonnen und die dritte bis zum Defekt angeführt.“

Tatsächlich setzte Volkswagen Dakar-Seriensieger Mitsubishi vom ersten Tag an erheblich unter Druck. Die Race Touareg diktierten auf jeder Prüfung das Tempo, führten jeden Tag die „Dakar“ an, lange gab es sogar eine Dreifach- oder Zweifach-Führung. Trotzdem führen nun zwei „Rote“ das Gesamtklassement an. Der
achtmalige „Dakar“-Sieger Stephane Peterhansel und Vorjahressieger Luc Alphand (beide Frankreich) werden den Triumph wohl unter sich ausmachen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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