08.01.2007 · Jutta Kleinschmidt zieht auch bei der ersten Afrika-Etappe der Rallye Dakar das Unglück magisch an. Kurz nach dem Start fing ihr Vehikel Feuer - nach dem Löschen startete sie eine Aufholjagd. An der Spitze bleiben weiter die VW unter sich.
Jutta Kleinschmidt hat sich trotz eines erneuten Missgeschicks auf der ersten Afrika-Etappe bei der 29.
Rallye Dakar in der Gesamtwertung weiter nach vorne gearbeitet. Auf dem dritten Teilstück über 252 Wertungskilometer von Nador nach Er Rachidia/Marokko verbesserten sich die Kölnerin und ihre
schwedische Beifahrerin Tina Thörner im BMW X3 des Quandt-Teams vom 35. auf den 23. Platz. Der Rückstandeinen auf die Spitze beträgt indes schon 1:00:30 Stunden.
Nachdem die Dakar-Siegerin von 2001 zum Auftakt von einem Elektroschaden gestoppt wurde, fuhr sie sich diesmal auf einem Kamelgrasbuckel fest. „Wir sind in ein verdecktes Loch gerutscht. Dabei hat sich unter unserem Auto Kamelgras entzündet“, berichtete Kleinschmidt. „Zum Glück konnten wir das Feuer schnell löschen. Dennoch hat es eine Viertelstunde gedauert, bis wir uns befreit hatten“, meinte sie. „Danach mussten wir langsamere Teilnehmer überholen und haben durch den dichten Staub kaum etwas gesehen.“
Dreifach-Führung für VW
Volkswagen hat auf der ersten Wüsten-Etappe der 29. Rallye Dakar die Dreifach-Führung verteidigt. Die
Spitzenposition übernahm am Montag nach 648 Kilometern von Nador nach Er Rachidia in Marokko der Spanier Carlos Sainz. Der zweifache Rallye-Weltmeister liegt mit seinem VW Race Touareg 1:02 Minuten vor
seinem südafrikanischen Teamkollegen und Tagessieger Giniel deVilliers.
Der bisher führende Portugiese Carlos Sousa fiel mit seinem Münchner Beifahrer Andreas Schulz auf den dritten Platz zurück und liegt 4:26 Minuten zurück. Der Rallye-Klassiker endet am 21. Januar in der senegalesischen Hauptstadt Dakar.
Aus für Ellen Lohr: Fähre verpasst
Sein Landsmann und Teampartner, der Vorjahressieger Luc Alphand, schob sich mit der viertbesten Tageszeit vom zwölften auf den achten Platz (Rückstand: 11:59 Minuten) vor. Mit dem dritten Tagesplatz verbesserte sich der Franzose Stéphane Peterhansel, Sieger 2004 und 2005, als bester Pilot von Seriensieger Mitsubishi vom fünften auf den vierten Platz (Rückstand: 6:03 Minuten). Sein Landsmann und Teampartner, der Vorjahressieger Luc Alphand, schob sich mit der viertbesten Tageszeit vom zwölften auf den achten Rang (Rückstand: 11:59 Minuten) vor.
Für die einstige DTM-Pilotin Ellen Lohr war auch ihre dritte Dakar-Teilnahme vorzeitig beendet. Die Mönchengladbacherin, die 1992 als bisher einzige Frau ein DTM-Rennen gewonnen hatte, blieb am
Sonntagabend kurz vor dem spanischen Etappenziel Malaga mit einem Getriebeschaden am Mercedes ML liegen. Als ihr Service endlich eintraf, war es wegen der Abfahrt der Veranstalter-Fähre nach Afrika
für einen Getriebewechsel zu spät.