03.01.2009 · Ein Pilot des deutschen X-Raid-Teams gewinnt die erste Etappe der nach Südamerika ausgewanderten Rally Dakar. Der deutsche Beifahrer Dirk von Zitzewitz hat seinen Chauffeur auf Rang drei gelotst.
Nasser Al-Attiyah aus Katar hat im BMW X3 des hessischen X-Raid-Teams des Milliardenerbes Sven Quandt die Auftaktprüfung der Dakar-Premiere in Südamerika gewonnen. (siehe auch: Rallye Dakar: Blind Date in der Pampa ) Der 38-Jährige fuhr am Samstag einen Vorsprung von 2:17 Minuten auf den spanischen Favoriten Carlos Sainz im Volkswagen Touareg heraus. Auf Rang drei folgte mit seinem deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz der Südafrikaner Giniel de Villiers ebenfalls im Volkswagen. (siehe: Dirk von Zitzewitz über die Rallye Dakar in Südamerika)
Seriensieger Mitsubishi musste beim Dakar-Debüt des Diesel Racing Lancer auf der 733 Kilometer langen Etappe von Buenos Aires nach Santa Rosa de La Pampa einen leichten Dämpfer einstecken. Bester Pilot war der ehemalige französische Skirennfahrer Luc Alphand auf Platz fünf mit einem Rückstand von 4:44 Minuten. Der ehemalige Abfahrts-Weltmeister hatte die Rallye 2006 gewonnen. Alphands Landsmann und Mitsubishi-Partner Stéphane Peterhansel, mit neun Siegen der ungekrönte „Dakar-König“, erreichte mit einem Rückstand von 4:54 Minuten den sechsten Rang.
Pech für deutsches Duo Depping/Gottschalk
Der Japaner Hiroshi Masuoka, Gewinner 2002 und 2003, blieb zur Tagesmitte miteinem Motorschaden liegen. Zu den Pechvögeln der ersten Auflage außerhalb Europas und Afrikas gehörten auch die Deutschen Dieter Depping/Timo Gottschalk (Wedemark/Berlin). Der dreifache deutsche Rallye-Meister aus Niedersachsen lag bis zur dritten Zeitkontrolle bei seinem Dakar-Debüt im offiziellen VW Touareg auf dem zweiten Platz. Danach büßte er fast eine Stunde ein und fiel weit zurück.
Auf dem letzten Abschnitt traf es auch den Franzosen Guerlain Chicherit, der im zweiten X-Raid-BMW bis 70 Kilometer vor dem Prüfungsziel in Führung lag und wegen eines Unfalls in der Pampa Humeda liegen blieb. Der sechsmalige deutsche Rallye-Champion Matthias Kahle (Köln) und sein Hamburger Beifahrer Thomas Schünemann erreichten im privaten Honda Buggy den 20. Tagesplatz.
Die Motorrad-Tageswertung sicherte sich der Spanier Marc Coma auf seiner KTM 690. Der 32 Jahre alte Dakar-Sieger von 2006 fuhr einen deutlichen Vorsprung von 22:05 Minuten auf seinen polnischen KTM-Kollegen Jacek Czachor heraus.