18.01.2007 · Mitsubishi steht vor seinem zwölften Sieg bei der Rallye Dakar. Die Markenkollegen Peterhansel und Alphand liefern sich ein spannendes Duell um den Gesamtsieg. Jutta Kleinschmidt freute sich, dass sie während der zwölften Etappe keinen „Baumkontakt“ hatte.
Mitsubishi ist nach der zwölften Etappe der 29. Rallye Dakar seinem zwölften Gesamtsieg in der Wüste ein Stück näher gekommen. Nach dem 484 Kilometer langen Teilstück von Ayoun (Mauretanien) nach Kayes (Mali) verkürzte der französische Vorjahressieger Luc Alphand den Rückstand zu seinem führenden Landsmann und Mitsubishi-Teamkollegen Stéphane Peterhansel von 9:56 auf 6:29 Minuten.
Der frühere Skirennläufer sorgte damit für eine spannende Schlussphase des Marathon-Klassikers, in den am Donnerstagmorgen noch 311 von ursprünglich 510 Fahrzeugen gestartet waren. Mit einem Rückstand von 1:34:02 Stunden belegt der Monegasse Jean-Louis Schlesser im Ford-Buggy abgeschlagen den dritten Rang. Jutta Kleinschmidt, Dakar-Siegerin von 2001, festigte im privaten BMW 3 des hessischen Quandt-Teams ihren 15. Platz mit einem Rückstand von 10:13:38 Stunden.
„Zum Glück hatten wir kein Baumkontakt“
„Es war heute eine schwierige Navigation. Es gab viele Abzweige, und meine Beifahrerin Tina Thörner musste sehr aufpassen. Sie hat es aber geschickt gemacht. Die Savannenwege waren sehr eng, oft ging es dicht zwischen Bäumen hindurch. Zum Glück hatten wir keinen Baumkontakt“, berichtete die 44 Jahre alte Kölnerin. Im Vorjahr war der damals führende Peterhansel in dieser Region gegen einen Baum geprallt und mit einem Zeitverlust von fast drei Stunden auf Rang vier zurückgefallen.
Bester VW-Pilot blieb der Amerikaner Mark Miller, der mit einem Rückstand von 2:15:55 Stunden auf Rang fünf vorrückte. Sein spanischer Teamkollege Carlos Sainz erzielte zwar seinen zweiten Tagessieg und den siebten Etappenerfolg für Volkswagen, hat aber mit einem Rückstand von 7:37:40 Stunden auf Platz neun mit dem Ausgang des Rennens nichts mehr zu tun. Dirk von Zitzewitz (Karlshof) und sein südafrikanischer Pilot Giniel de Villiers, als Spitzenreiter in die zweite Dakar-Hälfte gestartet, blieben nach dem Motorschaden vom Montag Zwölfte.
KTM vor Gewinn der Motorradwertung
In der Motorradwertung ist der österreichische Hersteller KTM auf dem besten Weg, seinen siebten Erfolg in Serie einzufahren. Nach der zwölften Etappe belegen sechs KTM-Piloten die vorderen Plätze. Der Spanier Marc Coma hat die besten Aussichten, seinen Vorjahressieg zu wiederholen. Er behauptete seine Führung mit einem Vorsprung von 52:48 Minuten auf den Franzosen Cyril Despres. Mit seinem zweiten Tagessieg rückte der Spanier Isidre Esteve Pujol auf den sechsten Platz vor.