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Rallye Dakar Abermals Todesfall bei der Rallye Dakar

20.01.2007 ·  Ein französischer Motorradfahrer ist bei der Rallye Dakar vermutlich an einem Herzinfarkt gestorben. Es ist bereits der zweite Todesfall der 29. Wüstenrallye. Stéphane Peterhansel im Mitsubishi wird an diesem Sonntag als Sieger die Ziellinie überqueren.

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Auch nach dem Dreifacherfolg auf der vorletzten Etappe Rallye Dakar hat Volkswagen keine Chance mehr, den erneuten Triumph von Seriensieger Mitsubishi bei dem Wüstenklassiker zu verhindern.

Auf dem Teilstück von Tambacounda in die senegalesische Hauptstadt Dakar setzte sich am Samstag der zweimalige Rallye-Weltmeister Carlos Sainz (Spanien) im VW Race Touareg vor dem Markenkollegen Giniel de Villiers (Südafrika) mit seinem deutschen Partner Dirk von Zitzewitz und dem Portugiesen Carlos Sousa durch.

Überschattet wurde der vorletzte Tagesabschnitt durch den Tod des französischen Motorrad-Piloten Eric Aubijoux. 15 Kilometer vor der Zielankunft in Dakar erlitt der Yamaha-Fahrer einen Übelkeitsanfall und fiel in Ohnmacht. Aubijoux konnte nicht wiederbelebt werden. Für den 42 Jahre alten Franzosen, der im Gesamtstand auf Rang 18 geführt wurde, gab es keine Rettung mehr. Bereits in der vergangenen Woche war der südafrikanischen Motorrad-Piloten Elmer Symons tödlich verunglückt. Aubijoux ist das 55. Todesopfer in der Historie der Wüsten-Rallye.

Peterhansel: „Bewusst zurückgehalten“

In die Entscheidung um den Gesamtsieg können die Wolfsburger am Sonntag auf der Schlussetappe rund um Dakar nicht mehr eingreifen. Dem Franzosen Stéphane Peterhansel ist mit seinem Mitsubishi der Erfolg kaum mehr zu nehmen. Vor dem Finale liegt er 7:16 Minuten vor seinem Landsmann, Teampartner und Vorjahressieger Luc Alphand. „Wir haben uns heute bewusst etwas zurückgehalten, um den Sieg nicht zu gefährden“, meinte Peterhansel.

Für Mitsubishi, das bisher ohne Tageserfolg war, wäre es der insgesamt zwölfte Triumph. Peterhansel würde zum neunten Mal ganz oben auf dem Podest stehen. Bisher gewann er sechs Mal mit dem Motorrad, 2004 und 2005 war er in der Autowertung vorn. Mitusbishi und Peterhansel würden damit zu Rekordsiegern aufsteigen.

Kleinschmidt Tagesachte

Mit einem Rückstand von 1:36:24 Stunden behauptete der Monegasse Jean-Louis Schlesser im Ford-Buggy seinen dritten Platz. Sainz behielt trotz seines Tagessieges mit einem Abstand von 7:28:53 Stunden seinen neunten Rang. Der Amerikaner Mark Miller behauptete im besten VW Touareg seinen fünften Platz, liegt aber schon 2:11:28 Stunden hinter Peterhansel.

Die Kölnerin Jutta Kleinschmidt schaffte im privat eingesetzten BMW X3 die achtbeste Zeit des Tages. Die 44 Jahre alte Dakar-Siegerin von 2001 wird aber ihre 17. Teilnahme mit einem Rang außerhalb der Top Ten beenden. Nach dem vorletzten Tag blieb sie weiter auf dem 15. Platz - Rückstand 10:30:53 Stunden. „Das war in der Savanne wieder eine sehr staubige Prüfung mit vielen dicht an der Piste stehenden Bäumen. Wir hatten große Mühe beim Überholen“, meinte Kleinschmidt. „Auch war die Navigation wegen der vielen Abzweigungen und parallel verlaufenden Wegen sehr schwierig. Mit dem Tagesergebnis sind wir zufrieden.“

In der Motorrad-Wertung steht der österreichische Seriensieger KTM unmittelbar vor seinem siebten Erfolg. Der Franzose Cyril Despres darf auf einer KTM auf seinen zweiten Sieg nach 2005 hoffen. Nach der vorletzten Prüfung hatte er einen klaren Vorsprung von 36:09 Minuten auf seinen Landsmann und Teamkollegen David Casteu. Chris Blais hat auf einer weiteren KTM als Dritter (Rückstand: 53:01 Minuten) das bisher beste Dakar-Ergebnis eines Amerikaners erreicht. Als bester Privatier komplettiert der Norweger Pal-Anders Ullevalseter das KTM-Spitzenquartett mit einem Rückstand von 1:40:12 Stunden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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