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Race of Champions Michael Schumacher kann auch verlieren? Er kann!

04.11.2009 ·  Zum Sieg im Einzelrennen beim „Race of Champions“ reichte es für Michael Schumacher nicht. Matthias Ekström gewann - und doch wurde der Deutsche vom Publikum in Peking gefeiert. Sebastian Vettel verdarb ein Fahrfehler den Abend.

Von Anno Hecker, Peking
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Sprechchöre für den Zweiten: Da mochte Michael Schumacher noch sehr auf Mattias Ekström als Sieger im „Race of Champions“ hinweisen; die chinesischen Motorsportfans ignorierten die überzeugende Vorstellung des Tourenwagen-Piloten von Audi. Als der Schwede die Ziellinie in Pekings Olympiastadion am späten Mittwochabend auch im zweiten Rennen des Finales vor dem siebenmaligen Weltmeister kreuzte, stellten sich viele der rund 35.000 Zuschauer stur, jubelten dem Deutschen zu oder schauten fassungslos: Schumacher kann auch verlieren? Er kann.

Nach dem Sieg in der Nationen-Wertung am Dienstag zusammen mit Sebastian Vettel kam der 40 Jahre alte Rheinländer zwar relativ mühelos ins Finale. Und stach dabei in der vorletzten Runde sogar seinen Landsmann, seit Sonntag immerhin erstmals Zweiter der abgeschlossenen Formel-1-Saison, aus.

Die einzige Niederlage bei den unterhaltsamen Solo-Wettläufen unter Weltklassepiloten aus der Formel 1, der Tourenwagen- und Rallye-Szene ließ sich aber nicht vermeiden: „Es ist phantastisch, was Matthias kann, das hat er schon oft bewiesen.“

Ekström wusste nicht so genau, warum er nach einer verkorksten Saison in der Deutschen Tourenwagen-Masters in Peking in die Gänge kam. „Michael ist so stark, wenn es zählt, er ist immer noch so gut, macht keine Fehler. Ihn zu schlagen ist natürlich ein besonderes Vergnügen. Wie ich das gemacht habe? Vielleicht weil ich drei Tage mit Michael getrunken habe?“

Ekström lachte über seinen leicht indiskreten Hinweis zum Zeitvertreib nach Mitternacht: „Aber im Ernst. Vielleicht bin ich so weit gekommen, weil ich in meinem Leben schon so viele unterschiedliche Autos gefahren bin.“ Ekström, der zum dritten Mal die Einzelwertung gewann, kam mit allen (fünf) Boliden, vom einsitzigen Buggy mit 175 PS über den neuen Scirocco von VW bis hin zum Rallye-Fahrzeug von Ford glänzend zurecht. So vielseitig begabt scheint auch Vettel. „Man hat ja kaum Zeit, sich auf die Autos einzustellen, nur ein paar Runden Training. Das macht es so interessant.“ Vettel galt als Favorit für den Titel. Ein Fahrfehler warf ihn aus dem Rennen.

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Jahrgang 1964, Sportredakteur.

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