12.08.2009 · Bei einer Pressekonferenz in Genf erläuterte der deprimiert wirkende Michael Schumacher die Gründe für die Absage seines Comebacks. Eine Kopfgelenksverletzung verhindert seine Rückkehr in die Formel 1. Und doch hielt er sich ein theoretisches Hintertürchen offen.
Von Anno HeckerMichael Schumacher hat sich – theoretisch – ein Hintertürchen für eine Rückkehr in die Formel 1 offengehalten. „Wenn man meinen Arzt gehört hat, dann gibt es keinen medizinischen Grund, warum es nicht gehen sollte“, sagte Schumacher am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Genf: „Ich fühle mich im Moment aber nicht in der Lage, über die Zukunft nachzudenken.“
Erstmals äußerte sich der 40 Jahre alte Rheinländer öffentlich zu seiner Entscheidung, doch nicht für den verletzten Ferrari-Piloten Felipe Massa beim Großen Preis von Europa in Valencia am 23. August einzuspringen. Dabei gaben der siebenmalige Weltmeister und sein behandelnder Arzt detailliert Auskunft über die Gründe der Absage. Demnach hat der erste Test in einem zwei Jahre alten Formel-1-Boliden von Ferrari zur Vorbereitung auf den Grand Prix in Spanien dauerhafte Schmerzen verursacht.
Sie rühren von einem nicht ausgeheilten Berstungsbruch am vorderen Hinterhaupt, dort wo der erste Halswirbel (Atlas) das Gelenk nach oben zur Schädelbasis bildet. Die Verletzung auf der linken Seite hatte Schumacher durch eine schwere Kopfstauchung bei einem Motorradunfall im Februar erlitten. Alle anderen Folgen des Crashs, der Bruch des siebten Halswirbels, die Verletzung der linken Arterie durch einen Knochensplitter, sie versorgt das Kleinhirn, und ein Rippenbruch, sind verheilt.
Mögliche fatale Konsequenzen ließen keine Wahl
Bei der Erläuterung seines Rückzugs wirkte Schumacher deprimiert. „Das ist vielleicht der härteste Moment in meiner Karriere. Es ist traurig, dass ich nicht für Felipe fahren und dem Team helfen kann. Ich bin zutiefst enttäuscht“, sagte der Rheinländer. Er wies darauf hin, dass er von Anfang an mit Schwierigkeiten gerechnet und dies auch allen mitgeteilt habe: „Aber nur eine Fahrt in einem Formel-1-Auto kann Auskunft darüber geben, ob es möglich ist oder nicht.“
Bei Kartrennen und bei anderen Sportarten hatte er keine Schmerzen empfunden. Die Beschwerden waren erst nach dem privaten Formel-1-Test über 67 Runden in Mugello aufgetreten: „Mit diesen Schmerzen konnte ich nicht fahren.“ Weder Schumacher noch sein Arzt wollten die Gefahr für Leib und Leben bei einem Einsatz in Valencia konkret benennen. Schumacher ließ aber durchblicken, dass ihn auch mögliche fatale Konsequenzen bei einem weiteren Unfall trotz aller Begeisterung keine Wahl ließen: „Wenn etwas nicht komplett ausgeheilt ist, dann ist ein gewisses Risiko vorhanden.“
Schuhmacher bleib bei deinen.....
Tobias Kretschmer (pike66)
- 12.08.2009, 19:24 Uhr
Alles war ein Marketinggag
Robert Hentsch (octonet)
- 12.08.2009, 19:51 Uhr