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Donnerstag, 16. Februar 2012
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Motorsport Ferrari fällt auseinander

27.10.2006 ·  Neben dem Starpiloten Schumacher verlassen auch der Technische Direktor Brawn und Motorchef Martinelli Ferrari. Teamchef Todt wechselt zudem in die Geschäftsführung. Der Traditionsrennstall wird mit einer rein italienischen Führungsriege in die kommende Saison gehen.

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Mit dem Ende der historischen Erfolgs-Ära Michael Schumacher löst sich auch Ferraris internationale Führungstroika auf und die verjüngte „Scuderia“ wird wieder italienischer.

Nach Jean Todts Beförderung zum Ferrari- Geschäftsführer erklärte der Technische Direktor Ross Brawn am Donnerstagabend seinen Rückzug ins Privatleben. Der südafrikanische Autodesigner Rory Byrne ist ohnehin nur noch Berater. Gemeinsam mit Designer Byrne und Teamchef Todt hatte Brawn die am Boden liegende Scuderia unter Schumachers Führung wieder an die Spitze zurückgeführt.

Italienische Führungsriege

Mit Teamchef Stefano Domenicali, dem neuen Technischen Direktor Mario Almondo und Desiger Aldo Costa geht der Traditionsrennstall mit einer jungen und komplett italienischen Führungsriege in die schwierige Saison eins nach Michael Schumacher, in der die „La Gazzetta dello Sport“ den siebenmaligen Weltmeister in der Rolle eines „strategischen Beraters“ für die Scuderia sieht.

„Mit und durch Ross habe ich alle meine Formel-1-Erfolge gefeiert. Für mich wird er immer ein besonderer Bezugspunkt bleiben“, bedankte sich Schumacher bei Brawn. Der totale Ausstieg des genialen Rennstrategen Brawn überraschte viele, die den wortkargen Engländer zumindest noch als Berater im Team erwartet hatten. „Wir danken ihm für seinen immensen Beitrag zu einem außergewöhnlichen Kapitel in der Geschichte der Scuderia und des Motorsports“, erklärte Ferrari.

Nur zwei Motorschäden in sechs Jahren

Mit den selben Worten bedankte sich Ferrari bei dem ebenfalls abgelösten Motorchef Paolo Martinelli, der „eine wichtige Position im Fiat-Konzern“ übernehmen werde. Auch der 91malige Grand Prix-Sieger Schumacher dankte Martinelli: „In den letzten sechs Jahren meiner Karriere hatte ich ganze zwei Motorschäden - das sagt eigentlich alles über Paolos Arbeit.“ Für Martinelli rückt der Franzose Gilles Simon als Chef der Motorenabteilung auf.

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