21.10.2007 · Er hatte die schlechteste Ausgangsposition. Dennoch sicherte sich Kimi Räikkönen den Titel vor Fernando Alonso und Lewis Hamilton. Im Interview spricht der Ferrari-Pilot über den kuriosen Rennverlauf, seine Gefühle und die Gedanken in der ersten Kurve.
Er hatte die schlechteste Ausgangsposition der drei Titelanwärter vor dem letzten Rennen dieser Formel-1-Saison. Dennoch hat sich Kimi Räikkönen den Titel vor Fernando Alonso und Lewis Hamilton durch den Sieg in Brasilien gesichert. Im Interview spricht der finnische Ferrari-Pilot über den kuriosen Rennverlauf, seine Gefühle und die Gedanken in der ersten Kurve.
Sie waren krasser Außenseiter - und jetzt sind Sie erstmals Weltmeister. Haben Sie wirklich daran geglaubt?
Von außen wurde immer gesagt, dass ich ein Wunder brauche. Ich habe das anders gesehen, im Motorsport ist vieles möglich.
Sie hatten allerdings zwei Gegner, Lewis Hamilton und Fernando Alonso ...
Das ist sicher richtig. Wir waren nicht in der stärksten Position. Aber ich habe immer an meine Chance geglaubt. Das Team hat nie aufgegeben, und das war die Belohnung für unsere harte Arbeit.
Mit McLaren-Mercedes waren Sie zweimal Vize-Champion. Und jetzt hat es in Ihrem ersten Ferrari-Jahr als Nachfolger von Michael Schumacher auf Anhieb geklappt ...
Ich möchte allen bei Ferrari für die großartige Unterstützung danken. Das hat mir auch in den schwierigen Situationen, die wir sicher hatten, sehr geholfen.
Wie fühlen Sie sich als Weltmeister?
Dieser Tag hätte nicht schöner sein können, ich bin einfach nur überglücklich.
Viele dachten, dass Sie schon in der ersten Kurve in Führung gehen würden ...
Ich wollte beim Start kein übertriebenes Risiko gegen meinen Teamkollegen Felipe Massa eingehen. Ich wusste, das Rennen ist lang und meine Chance würde sicher noch kommen.
Wann waren Sie sicher, dass nichts mehr passiert?
Erst als Lewis Hamilton im Ziel war und ich wusste, dass er nur Siebter geworden war, da war mir endgültig klar: Jetzt bist du Weltmeister.