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Im Wortlaut „Können nicht länger Kompromisse eingehen“

19.06.2009 ·  „Es ist aber klar geworden, dass die Teams nicht länger Kompromisse über die grundlegenden Werte des Sports eingehen können“, erklärte die Fota. Die Fia reagierte „enttäuscht“. FAZ.NET dokumentiert die Erklärungen beider Parteien.

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Die Formel-1-Teamvereinigung Fota hat im Streit um eine Budgetgrenze die Gründung einer eigenen Rennserie angekündigt (siehe: Formel 1: Die Rennställe beißen nach Mosley). Der Internationale Automobilverband Fia hat „enttäuscht“ auf die Ausstiegsankündigung der Teamvereinigung Fota reagiert.

Die Erklärung der acht Rennställe im Wortlaut:

„Seit der Gründung der Fota im vergangenen September haben die Teams zusammengearbeitet und sich darum bemüht, gemeinsam mit der Fia und dem Rechte-Inhaber den Sport weiterzuentwickeln und zu verbessern. Die beispiellose weltweite Finanzkrise stellt die Formel-1-Gemeinschaft unvermeidlich vor große Herausforderungen. Die Fota ist stolz, dass sie die umfangreichsten Maßnahmen zur Kosten- Reduzierung in der Geschichte unserer Sports erreicht hat. Besonders die Hersteller-Teams haben den unabhängigen Rennställen Hilfe geleistet. Ohne die Fota-Iniativen wären einige von ihnen wohl heute nicht mehr in diesem Sport.

Die Fota-Teams haben sich darüber hinaus auf beträchtliche freiwillige Kosten-Reduzierungen geeinigt, die ein nachhaltiges Modell für die Zukunft ermöglichen. Im Zuge dieser Bemühungen haben alle Teams der Fia und dem Rechte-Inhaber bestätigt, dass sie bereit sind, sich bis 2012 zu binden.

Die Fia und der Rechte-Inhaber haben eine Kampagne gestartet, um die Fota zu spalten. Die Wünsche der Mehrheit der Teams werden ignoriert. Außerdem wurden vielen Teams seit 2006 Gelder in zweistelliger Millionenhöhe vom Rechte-Inhaber vorenthalten. Ungeachtet dessen und des nicht kompromissbereiten Umfelds hat sich die Fota wirklich um eine Einigung bemüht.

Es ist aber klar geworden, dass die Teams nicht länger Kompromisse über die grundlegenden Werte des Sports eingehen können. Deshalb haben sie es abgelehnt, ihre ursprünglich an Bedingungen geknüpften Anmeldungen für die Weltmeisterschaft 2010 zu ändern. Diese Teams haben daher keine Alternative, als ihre Vorbereitungen für eine neue Meisterschaft zu beginnen, die die Werte ihrer Teilnehmer und Partner widerspiegelt.

Diese Serie wird einen transparenten Führungsstil pflegen, ein einheitliches Regelwerk haben, mehr Neueinsteiger anlocken und den Wünschen der Fans - inklusive niedrigerer Eintrittspreise für Zuschauer weltweit -, Partner und wichtiger Anteilseigner zuhören. Die größten Fahrer, Stars, Marken, Sponsoren, Förderer und Unternehmen, die historisch mit der höchsten Stufe des Motorsports verbunden sind, werden alle in der neuen Serie dabei sein.

Dieses Statement wurde von der Fota im Auftrag von BMW-Sauber, BrawnGP, Scuderia Ferrari, McLaren-Mercedes, Red Bull Racing, Renault, Scuderia Toro Rosso, Toyota veröffentlicht.“

Die Antwort des Internationalen Automobilverbands im Wortlaut:

„Die Fia hat die Presseerklärung der Fota zur Kenntnis genommen. Die Fia ist enttäuscht, aber nicht davon überrascht, dass die Fota nicht in der Lage war, einen Kompromiss zu erzielen. Es ist eindeutig, dass gewisse Teile der Fota im Zuge der Verhandlungen nie die Absicht hatten, eine Einigung zu erzielen und sich nie in guter Absicht an den Diskussionen beteiligt haben.

Die Fia kann weder ein finanzielles Wettrüsten in der Weltmeisterschaft dulden noch kann sie der Fota erlauben, die Regeln der Formel 1 zu diktieren. Die Frist für vorbehaltlose Anmeldungen für die Fia Formel-1-WM 2010 läuft heute Abend ab. Die Teilnehmerliste für die Fia Formel-1-WM wird morgen (Samstag) veröffentlicht.“

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