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Fragen an Michael Schumacher „Frustrierend und sehr enttäuschend“

12.08.2009 ·  Einen Tag nach der Absage seines Comebacks hat Michael Schumacher bei einer Pressekonferenz in Genf die wichtigsten Fragen zu seinen Verletzungen beantwortet. Dabei wurde sein Frust über die misslungene Rückkehr deutlich.

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Einen Tag nach der Absage seines Comebacks hat Michael Schumacher bei einer Pressekonferenz in Genf die wichtigsten Fragen zu seinen Verletzungen beantwortet. Dabei wurde sein Frust über die misslungene Rückkehr deutlich.

Wie geht es Ihnen nach der Absage Ihres Comebacks?

„Dass ich enttäuscht bin, ist selbstverständlich. Das hat sich niemand ausgesucht. Es ist ein tragisches Schicksal, was Felipe passiert ist. Aufgrund der Umstände war ich bereit, unserem Team zu helfen. Mit allen Emotionen und der Motivation, die dabei freigeworden ist. Deshalb ist es frustrierend und sehr traurig, dass es am Ende nicht geklappt hat.“

War denn nicht schon vorher feststellbar, dass ein Comeback kaum möglich sein würde?

„Zum einen war die Zeit sehr eingeschränkt. Zum anderen gibt nur eine Fahrt in einem Formel-1-Auto Auskunft darüber, ob es möglich ist oder nicht. Wir haben von Anfang an darauf hingewiesen, dass es kein 100-prozentiges Ja ist. Mein Doktor hatte mir schon vorher gesagt, dass der Nacken der entscheidende Punkt ist. Erst nach diesen Tests konnten wir eine definitive Antwort geben, und die ist leider nun so ausgefallen.“

Hätte man das Comeback nicht besser vorbereiten können?

„Es hat sich ja keiner ausgesucht, dass Felipe diesen Unfall in Budapest hat. Es war ja nichts geplant. Ich war dann bereit, diesen Hilfedienst zu leisten. Die Zeit, die wir zur Verfügung hatten, war eingeschränkt. Insofern gab es keine bessere Vorbereitung, als die, die wir jetzt gemacht haben.“

Wie reagieren Sie auf Spekulationen, dass Sie dann eben beim Rennen in Monza im September wieder in die Formel 1 zurückkehren?

„Spekulationen gibt es in diesem Geschäft ständig. Im Moment ist das Wichtigste und Traurigste für mich, dass ich nicht jetzt dieses Comeback wahrnehmen kann.“

Ist Luca Badoer erfahren genug, als Vertreter für Felipe Massa und Sie im Ferrari auszuhelfen?

„Er ist genauso lange dabei wie ich. Seine Aufgabe hat immer darin bestanden, im Fall der Fälle fit zu sein. Damals bei meinem Unfall hat man sich anders entschieden. Danach hat man ihm versprochen, wenn der Fall wieder eintritt, wäre er gesetzt. Deshalb ist es selbstverständlich, dass er diese Rolle jetzt übernimmt. Er kennt die Abläufe und die Ingenieure mit am besten. Er ist die perfekte Lösung.“

Haben Sie regelmäßigen Kontakt zu Felipe Massa?

„Immer wieder. Wir haben gerade gestern miteinander gequatscht. Er arbeitet daran, so schnell wie möglich wieder dabei zu sein und freut sich sehr darauf.“

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