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Formel 1 Keine Ausnahme für Michael Schumacher

04.08.2009 ·  Felipe Massa ist nach seinem schlimmen Unfall nach Brasilien zurückgekehrt. Wann er wieder in ein Formel-1-Auto steigt, ist aber noch unklar. Massa freut sich, dass Michael Schumacher ihn vertritt - doch der Deutsche hat ein Problem.

Von Michael Wittershagen
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Auch für Michael Schumacher wird es keine Ausnahme bezüglich des Testverbots in der Formel 1 geben. Am Montag lehnten der Rennstall Williams und das österreichische Red-Bull-Team eine derartige Regelung ab. „Während wir Michael Schumachers Rückkehr in die Formel 1 begrüßen, ist es nun mal Fakt, dass jede Form von Tests in der Saison strikt verboten ist“, sagte Teamchef Frank Williams der Deutschen Presse-Agentur. „Ich bin mir sicher, dass Michael Schumacher, der siebenmaliger Weltmeister ist und 91 Rennen gewonnen hat, keine Probleme haben wird, auf Tempo zu kommen“, erklärte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Mit einer Ausnahmeregelung hätten alle zehn Rennställe einverstanden sein müssen.

Auch der verunglückte Brasilianer Felipe Massa, den Schumacher am 23. August in Valencia zum ersten Mal ersetzen soll, begrüßt die Rückkehr des Deutschen ins Cockpit. „Er ist ein Siegertyp und ein großartiger Fahrer“, wird er in einem von Ferrari geführten Interview zitiert. „Es ist die beste Entscheidung, das Auto so einem tollen Menschen zu geben. Ich bin sicher, dass alle froh sind, dass er zurückkehrt“ (siehe auch: Sport kompakt: Rogan verprügelt - Piquet interessiert - Piquet entlassen).

Massa wurde am Montag aus dem Krankenhaus in Budapest entlassen. Die Bilder sind ein wenig verschwommen. Sie zeigen ihn, wie er die Treppen in das Flugzeug nimmt, sich am Geländer festhält, den Blick vorsichtig auf den Boden richtet. Neun Tage nach seinem schweren Unfall beim Qualifikationstraining zum Großen Preis von Budapest hat sich der Achtundzwanzigjährige am Montag auf den Weg nach São Paulo gemacht.

Ende August will Michael Schumacher sein Comeback bei Ferrari starten. Dass das überhaupt möglich ist, liegt vor allem an seiner Fitness. Denn der mehrfache Formel-1-Weltmeister hat auch in seiner offiziellen Ruhephase fleißig trainiert.

Massa will „so schnell wie möglich wieder hinter das Lenkrad eines Ferrari“

Seine im sechsten Monat schwangere Frau Raffaela und sein persönlicher Arzt Dino Altmann begleiteten ihn. Noch immer ist das linke Auge von Massa geschwollen, ist die vernähte Schnittwunde darüber zu sehen. In seiner Heimat soll Massa weiter untersucht werden. Nach Aussage von Altmann wird sich Massa vollständig erholen. „Es ist viel passiert in den vergangenen Tagen. Nun möchte ich einfach nur noch zurück ins normale Leben“, wird Massa von Ferrari zitiert.

Noch immer ist unklar, wie lange der Brasilianer ausfallen wird, nachdem ihn bei mehr als 200 Kilometern in der Stunde eine Metallfeder am Helm getroffen und unter anderem einen Bruch des Stirnknochens und eine Gehirnerschütterung verursacht hatte. „Ich möchte mich selbst wieder in den bestmöglichen Zustand bringen“, wird Massa weiter zitiert. „Ich fühle mich schon viel besser und möchte so schnell wie möglich wieder hinter das Lenkrad eines Ferrari.“

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