06.06.2009 · Sebastian Vettel steht beim Großen Preis der Türkei am Sonntag in Istanbul auf dem ersten Startplatz. Der Red-Bull-Pilot sicherte sich im Qualifying zum siebten WM-Lauf der Saison seine zweite Pole Position in diesem Jahr.
Von Michael Wittershagen, IstanbulIn der Box lagen sich die Mechaniker jubelnd in den Armen und stießen Schreie der Erleichterung aus. Als letzter Fahrer überquerte Sebastian Vettel am Samstag im Red Bull die Ziellinie und sicherte sich so im allerletzten Moment doch noch die Pole-Position für den Großen Preis der Türkei an diesem Sonntag (14 Uhr). Neben dem Einundzwanzigjährigen aus Heppenheim wird dann der WM-Führende Jenson Button im Brawn GP stehen.
Wie wichtig dieser Zwischenerfolg für Vettel war, sah man an seinen Reaktionen. Er lachte, hielt die Siegerfaust in die Kameras und sagte: „Ich bin dankbar dafür, dass wir das geschafft haben. Es hat alles perfekt gepasst.“ Die gute Ausgangslage nährt nun allerlei Hoffnungen. Zwei Mal ging Vettel in seiner Karriere als Erster in ein Rennen, zwei Mal gewann er auch. Und das müsste er wohl auch auf dem Istanbul Park, sollen seine Chancen auf den Titelgewinn bestehen bleiben.
Rosberg verspricht guten Start
Vor dem siebten Rennen trennen Vettel und Button 28 Punkte im Gesamtklassement. Brawn GP und Red Bull bilden mit Rubens Barrichello und Mark Webber am Steuer auch die zweite Startreihe. Außer Vettel gelang von den deutschen Piloten nur Nico Rosberg im Williams als Neunter der Sprung unter die ersten Zehn. Aber er verspricht noch viel mehr: „Mit meinem Auto werde ich einen Bombenstart haben und gleich zwei Plätze gutmachen.“
Die beiden Ferraris mit Kimi Räikkönen und Felipe Massa starten immerhin von Position sechs und sieben, während McLaren-Mercedes ein Debakel erlebte. Heikki Kovalainen wurde 14., Lewis Hamilton schied schon in der ersten Runde des Qualifikationstrainings aus und startet nur vom 16. Platz aus. „Hier sieht man, wie schnell wir wirklich sind. Das wird sehr schwierig, einige Plätze gutzumachen“, sagte Hamilton. Vorläufig aber ist sogar Adrian Sutil (15.) im unterlegenen Force India schneller als Hamilton. Nur mittelmäßige Ergebnisse gelangen Nick Heidfeld (BMW-Sauber) als Elfter und Timo Glock (Toyota) als Dreizehnter.