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Formel 1 Hamilton auf der Pole Position - Heidfeld Dritter

09.06.2007 ·  Die McLaren-Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Fernando Alonso haben in der Qualifikation für den Großen Preis von Kanada die erste Startreihe erobert. Der Brite und der Spanier setzten sich souverän durch. Dritter wurde Nick Heidfeld im BMW.

Von Anno Hecker, Montreal
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Kommen, fahren, siegen? Gleich beim ersten Versuch hat Lewis Hamilton die Pole Position für den Großen Preis von Kanada an diesem Sonntag gewonnen. Das britische Wunderkind der Formel 1 setzte sich am Samstag bei seiner Premiere in Montréal, beim erst sechsten Versuch in der Formel 1 im McLaren-Mercedes gegen alle Piloten und damit auch seinen Teamkollegen und
Weltmeister Fernando Alonso durch.

„Das ist ein weiterer Schritt in meiner Karriere, phantastisch. Und es war gar nicht so einfach, weil das kein leichter Kurs ist und Fernando wirklich schnell“, sagte Hamilton: „Jetzt will ich natürlich auch das Rennen gewinnen.“ Alonso leistete sich bei seiner letzten Tour in der Haarnadelkurve einen Fehler und verlor, wie er sagte, „drei Zehntelsekunden“. Falls das stimmt, dann dürften die beiden McLaren-Piloten in etwa mit ähnlich viel Benzin an Bord ins Rennen starten, was Hamiltons Leistung noch wertvoller machte.

Heidfeld an der „Wall of Champions“

Ob Nick Heidfeld im BMW-Sauber viel leichter unterwegs war, ist fraglich: „Wenn man auf Position drei steht, dann spielt das eigentlich keine große Rolle“, sagte der Mönchengladbacher. Sein Sprung in die Mitte der beiden besten Teams hing am seidenen Faden. In der K.o.-Runde des Qualifyings war Heidfeld, nachdem er eine Schikane abgekürzt hatte, die erste Zeit gestrichen worden. „Er musste alles riskieren“, schilderte Technik-Chef Willy Rampf den Ritt auf der letzten Rille ins Startplatzrennen der letzten Zehn. Heidfeld fuhr so am Limit, dass er an der „Wall of Champions“, dort wo 1999 drei Weltmeister in einem Rennen strandeten, eine Reifenspur hinterlassen hat: „Danach war die Spur krumm“, sagte Heidfeld, „aber die Balance noch gut.“

Auch Nico Rosberg holte als Siebter aus seinem Williams mehr heraus als sein Teamkollege Alexander Wurz (20.), während Ralf Schumacher als 18. wieder weit hinter dem zweiten Toyota-Piloten Jarno Trulli (10.) zurückblieb. Adrian Sutil (21.) schlug zwar wieder seinen Teamkollegen Christian Albers, hat im Spyker aber kaum Chancen, weit nach vorne zu kommen.

Startaufstellung:
1. Startreihe:
1. Lewis Hamilton (Großbritannien) McLaren-Mercedes 1:15,707 Min.; 2. Fernando Alonso (Spanien) McLaren-Mercedes 1:16,163
2. Startreihe:
3. Nick Heidfeld (Mönchengladbach) BMW-Sauber 1:16,266; 4. Kimi Räikkönen (Finnland) Ferrari 1:16,411
3. Startreihe:
5. Felipe Massa (Brasilien) Ferrari 1:16,570; 6. Mark Webber (Australien) Red Bull 1:16,913
4. Startreihe:
7. Nico Rosberg (Wiesbaden) Williams 1:16,919; 8. Robert Kubica (Polen) BMW-Sauber 1:16,993
5. Startreihe:
9. Giancarlo Fisichella (Italien) Renault 1:17,229; 10. Jarno Trulli (Italien) Toyota 1:17,747
6. Startreihe:
11. Takuma Sato (Japan) Super Aguri 1:16,743; 12. Vitantonio Liuzzi (Italien) Toro Rosso 1:16,760
7. Startreihe:
13. Rubens Barrichello (Brasilien) Honda 1:17,116; 14. David Coulthard (Großbritannien) Red Bull 1:17,304
8. Startreihe:
15. Jenson Button (Großbritannien) Honda 1:17,541; 16. Scott Speed (USA) Toro Rosso 1:17,571
9. Startreihe:
17. Anthony Davidson (Großbritannien) Super Aguri 1:17,542; 18. Ralf Schumacher (Kerpen) Toyota 1:17,634
10. Startreihe:
19. Alexander Wurz (Österreich) Williams 1:18,089; 20. Adrian Sutil (München) Spyker 1:18,536
11. Startreihe:
21. Christijan Albers (Niederlande) Spyker 1:19,196; 22. Heikki Kovalainen (Finnland) Renault 1:17,806 zurückgestuft wg. Motorenwechsels

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Jahrgang 1964, Sportredakteur.

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