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Formel 1 Glock ersetzt Schumacher bei Toyota

16.11.2007 ·  Dem Wechsel von Timo Glock zum Rennstall Toyota steht nichts mehr im Wege. Der 25 Jahre alte Pilot nimmt ab der kommenden Saison den Platz an der Seite von Jarno Trulli ein. Neuland ist die Formel 1 für ihn jedoch nicht.

Von Anno Hecker
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Timo Glock wird in der Formel-1-Saison 2008 vom Rennstall Toyota als Stammpilot eingesetzt. Das ist das Resultat einer sportjuristischen Auseinandersetzung um den 25 Jahre alten Piloten aus dem Odenwald. Demnach hat die Schiedsgerichtsstelle für Vertragsangelegenheiten unter Fahrern in Genf zugunsten des Deutschen entschieden. Demnach muss Glock nicht weiter bei Sauber-BMW als Testfahrer arbeiten, sondern kann die bereits getroffene Vereinbarung mit Toyota wahrnehmen.

„Timo fährt nicht mehr für BMW-Sauber“, sagte Teamchef Mario Theissen am Freitag auf Anfrage. „Wir haben ihm ein Angebot als Testfahrer gemacht, aber er hat von einem Mitbewerber eine Chance für den Renneinsatz erhalten.“ Toyotas Sportdirektor John Howett hatte die Existenz eines Vertrages mit Glock bereits bestätigt. Glock nimmt damit an der Seite des Italieners Jarno Trulli den Platz von Ralf Schumacher ein. Der Rheinländer hatte sich nach drei Jahren von dem in Köln ansässigen japanischen Team getrennt, hätte allerdings auch keine Vertragsverlängerung erhalten.

Risikoreicher Umweg

Die Formel 1 ist für den fünften Deutschen neben Nick Heidfeld, Nico Rosberg, Sebastian Vettel und Adrian Sutil kein Neuland (Siehe auch: Vom Einsteiger zum Aufsteiger - die neue Formel deutsch). Erste Erfahrungen sammelte Glock im ehemaligen Jordan-Team, für das er 2004 als Ersatzmann vier Grand Prix bestritt. Gleich beim ersten Rennen in Kanada wurde Glock Siebenter. Trotz eines guten Eindrucks bekam er keine weiteren Chancen. Glock versuchte 2005 sein Glück in der amerikanischen Champ-Car-Serie, entwickelte sich zum Einsteiger des Jahres, wechselte aber 2006 in die GP2. Mäßigen Ergebnissen folgten nach einem Teamwechsel peu à peu Erfolge.

Der risikoreiche Umweg von der Formel 1 über die Vereinigten Staaten mündete schließlich in eine teils spektakuläre Demonstration seiner Fähigkeiten. Die Meisterschaft in der GP2, im letzten Rennen der Saison errungen, überzeugte Toyota, den nächsten Deutschen zu verpflichten. Angeblich beträgt die Laufzeit des Vertrages drei Jahre.

In jedem Fall steigt mit der Beförderung von Glock das Ansehen der GP2. Denn der Pilot ist nach Rosberg und Lewis Hamilton der dritte Champion, der seinen Weg in die Formel 1 fand. Umgewöhnen wird er sich nicht müssen. Im Gegenteil. In der Formel 1 ist ab 2008 verboten, was es in der GP2 gar nicht gibt: die Traktionskontrolle.

Quelle: F.A.Z., 17.11.2007, Nr. 268 / Seite 30
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Jahrgang 1964, Sportredakteur.

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