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Formel 1 Freispruch für McLaren-Mercedes

30.05.2007 ·  Der Automobil-Weltverband FIA hat McLaren-Mercedes vom Verdacht der Teamorder beim Großen Preis von Monaco freigesprochen. Damit konnte sich der mächtige Formel-1-Chef Ecclestone mit seiner Forderung nach Strafe nicht durchsetzen.

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Der spektakuläre Doppelsieg der „Silberpfeile“ in Monte Carlo ist am grünen Tisch bestätigt worden. Nach Auswertung des Funkverkehrs zwischen Team und Fahrern sowie weiterer Daten hat der Internationale Automobilverband FIA am Mittwoch entschieden, keine Sanktionen gegen McLaren-Mercedes zu verhängen.

Drei Tage nach dem Großen Preis von Monaco sprach die FIA das englisch-deutsche Formel- 1-Team damit vom Verdacht der Teamorder frei. Es sei klar, dass die Aktionen von McLaren während des Rennens „vollkommen legitim waren und keine weiteren Maßnahmen notwendig“ sind. Das Ergebnis des fünften von 17 WM-Rennen dieser Saison hat damit Bestand.

„Das ganze Team war verständlicherweise enttäuscht, dass außergewöhnliche Leistungen beim 150. Sieg von McLaren vorübergehend getrübt wurden. Jetzt können wir uns alle auf den Grand Prix in Kanada konzentrieren“, sagte McLaren-Teamchef Ron Dennis, der insbesondere in Hamiltons Heimat Großbritannien in der Kritik stand.

„Entscheidung so klar wie der Doppelsieg“

„Die FIA hat überprüft, was sie überprüfen musste und dabei festgestellt, dass wir in Monaco stets korrekt gehandelt haben“, sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug am Nachmittag in einer ersten Stellungnahme. „Die FIA-Entscheidung ist so klar wie unser Doppelsieg.“

Der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso (Spanien) hatte am Sonntag den Grand Prix im Fürstentum an der Cote d'Azur eindrucksvoll vor seinem Rennstall-Rivalen Lewis Hamilton (England) gewonnen. Das Ergebnis war 24 Stunden nach dem Zieleinlauf aber zunächst wieder in Frage gestellt worden, weil die FIA Untersuchungen gegen McLaren einleitete. Grundlage der Ermittlungen sei ein möglicher Verstoß gegen den internationalen Sport-Code, hieß es.

Entrüstung in England

Eine „Stallorder“, die ein Rennen nach den strategischen oder taktischen Vorstellungen eines Teams beeinflusst, ist seit der Formel-1-Saison 2003 zwar untersagt. Die FIA stellte dagegen in ihrer Urteilsbegründung am Mittwoch klar: „Es ist ein normaler Vorgang für ein Team, seine Fahrer aufzufordern, langsamer zu fahren, wenn sie einen deutlichen Vorsprung haben.“ Dies sei eine Anweisung, um das Risiko von technischen oder anderen Problemen zu minimieren. Völlig legal und verständlich sei es auch, die Fahrer per Funk aufzufordern, keine riskanten Aktionen - etwa beim Überholen - zu versuchen.

In Monaco tauschten die beiden Silberpfeile nicht einmal die Ränge auf der Rennstrecke, Alonso kam rund vier Sekunden vor Hamilton ins Ziel. Dennoch war die Entrüstung ob des vom Team zurückgehaltenen Jungstars Hamilton in dessen Heimat groß. Der „Daily Mirror“ schrieb sogar, dass Hamiltons Traum von McLaren-Teamchef Ron Dennis sabotiert worden sei.

Auch der mächtige Formel-1-Boss Bernie Ecclestone fand vor den FIA-Funktionären kein Gehör. Der Brite hatte ein hartes Strafmaß gegen McLaren-Mercedes gefordert. „Wenn jemandem gesagt wird, er muss Platz machen oder die Position halten, ist das gegen unser Reglement“, sagte Ecclestone der englischen Zeitung „Daily Mail“.

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