19.10.2007 · Formel-1-Spitzenreiter Hamilton war am Freitag im ersten freien Training verbotenerweise im erstenTraining mit zwei verschiedenen Sets Regenreifen gefahren. Die Rennkommissare beließen es bei einer Geldstrafe.
WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton und sein Team McLaren-Mercedes kommen in dieser Saison offenbar nicht zur Ruhe. Gegen den 22 Jahre alten Briten, der sich am Sonntag beim Saisonfinale in Sao Paulo (18.00 Uhr im FAZ.NET-Liveticker) zum jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte krönen kann, wurde abermals eine Untersuchung eingeleitet. Der „Silberpfeil“-Pilot musste am Freitagabend bei den Rennkommissaren zu einer Befragung erscheinen.
Der Grund: Hamilton und zwei weitere Fahrer sollen im ersten freien Training zwei Sätze Regenreifen verwendet haben. Laut Artikel 25.3 des sportlichen Reglements darf kein Fahrer während des ersten und zweiten freien Trainings mehr als einen Satz Regenreifen und einen Satz Reifen für extremen Regen verwenden.
Nun kann Hamilton aufatmen: Der McLaren-Mercedes-Pilot ist nicht persönlich bestraft worden. Dies entschieden die Rennkommissare des Internationalen Automobilverbandes FIA am Freitag in Sao Paulo, wie McLaren-Mercedes mitteilte. Der Rennstall muss 15.000 Dollar Strafe bezahlen, Hamilton steht ein Reifensatz weniger zur Verfügung.
Musste sich schon einmal verantworten
Bereits in Schanghai hatte sich Hamilton wegen seines Verhaltens hinter dem Safety Car beim Rennen in Fuji verantworten müssen. Die FIA hatte den Briten allerdings freigesprochen (Siehe: Kommentar: Falscher Bonus für Aufsteiger Hamilton). Neben Hamilton sollen auch der Brite Jenson Button (Honda) und der Japaner Takuma Sato (Aguri-Honda) zu viele Reifensätze benutzt haben.
Hamilton im Training vorne
Auf der Rennstrecke lief für Hamilton dagegen alles rund. Der Brite fuhr im freien Training zum Großen Preis von Brasilien die Tagesbestzeit und verwies seinen spanischen Teamkollegen Fernando Alonso auf den zweiten Platz. Der Finne Kimi Räikkönen im Ferrari, der ebenfalls noch Chancen auf den Titel hat, kam hinter seinem Teamkollegen Felipe Massa (Brasilien) auf Rang vier.