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Formel 1 Beste Aussichten für Renault und Alonso

24.09.2005 ·  Fernando Alonso startet beim Großen Preis von Brasilien von der Pole-Position. Der WM-Zweite Kimi Räikkönen aus Finnland im zweiten Silberpfeil wurde lediglich Fünfter.

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Fernando Alonso kann nach seiner Pole-Position beim Großen Preis von Brasilien schon die WM-Party für Sao Paulo planen. Der Spanier distanzierte im Qualifikationstraining seinen nach einem Schnitzer nur auf Rang fünf landenden Titelrivalen Kimi Räikkönen um 0,793 Sekunden.

„Diese Pole war sehr wichtig für die WM“, sagte Alonso strahlend. „Ich hoffe, daß ich beim Rennen die Arbeit vervollständigen kann und aufs Podium komme.“ Der entthronte Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher mußte sich am Samstag mit dem siebten Rang begnügen.

„Das Auto läuft perfekt. Ich bin sehr zuversichtlich“

Alonso kann nun ganz entspannt in den drittletzten Saisonlauf am Sonntag (Start: 19.00 Uhr MESZ/RTL, Premiere und FAZ.NET-Liveticker ) gehen. Selbst wenn Räikkönen trotz seiner wesentlich schlechteren Ausgangslage noch gewinnen sollte, würde dem Renault-Piloten ein dritter Platz reichen, um sich mit dann 24 Jahren und 58 Tagen zum jüngsten Champion der Grand-Prix-Geschichte zu krönen.

„Das Auto läuft perfekt. Ich bin sehr zuversichtlich“, sagte er nach der wichtigsten Trainingsbestzeit seiner noch jungen Karriere in 1:11,988 Minuten. Da Alonso Juan Pablo Montoya im zweiten McLaren-Mercedes, seinen italienischen Teamkollegen Giancarlo Fisichella und BAR-Honda-Mann Jenson Button noch zwischen sich und Räikkönen als Puffer hat, ist die Aufgabe für ihn sogar wesentlich leichter als erwartet. Der Finne verspielte durch einen Verbremser in der ersten Kurve praktisch seine ohnehin nur noch minimale Chance, den 25 Punkte vor ihm führenden Spanier im Titelrennen noch einholen zu können. Alonso (111 Punkte) darf bis zu vier Zähler auf Räikkönen (86) einbüßen, um schon im Autodromo Jose Carlos Pace seinen Titel-Traum perfekt machen zu können.

„Für Kimi wird es ein harter Kampf

Für Ferrari-Pilot Schumacher ist als Gesamtdritter (55) der WM-Zug längst abgefahren. Nun muß der viermalige Brasilien-Sieger aber auch um den erhofften Podestplatz bangen. „Ich habe mehr erwartet“, sagte der Kerpener enttäuscht. „Meine Runde verlief anfangs gut, dann habe ich Grip verloren.“ Nach den 4,309 Kilometern auf der welligen Berg- und-Tal-Piste hatte Schumacher in 1:12,976 Minuten 0,988 Sekunden Rückstand auf Alonso. Sein Bruder Ralf belegte im Toyota den elften Platz.

Alonso lehnte trotz der glänzenden Ausgangslage voreilige Gratulationen ab. „Wir müssen uns voll konzentrieren und dürfen uns keine Fehler erlauben“, sagte er. Außerdem gehe es auch um die Konstrukteurs-WM, deshalb wolle er bei allen ausstehenden drei Grand Prix aufs Podium.

Vorjahressieger Montoya hatte Mitleid mit seinem Teamkollegen: „Für Kimi wird es ein harter Kampf.“ Norbert Haug trauerte der verpatzten Chance nach. „Kleiner Fehler, große Wirkung: Kimi ließ sieben Zehntel in der ersten Kurve hängen“, sagte der Mercedes- Motorsportchef. Deshalb stehe der Finne nur in der dritten statt der möglichen ersten Startreihe.

Für das BMW-Williams-Duo Mark Webber (Australien) und Nick Heidfeld-Ersatz Antonio Pizzonia (Brasilien) kam es mit den Plätzen 14 und 15 noch schlimmer. „Das Ergebnis ist mehr als enttäuschend. Beide haben im Gegensatz zur Konkurrenz nicht annähernd die Leistung aus dem freien Training wiederholen können“, rüffelte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen seine Fahrer.

Grand Prix von Brasilien/São Paulo, Startaufstellung

1. Startreihe:
1. Fernando Alonso (Spanien) Renault 1:11,988 Min.; 2. Juan Pablo Montoya (Kolumbien) McLaren-Mercedes 1:12,145

2. Startreihe:
3. Giancarlo Fisichella (Italien) Renault 1:12,558; 4. Jenson Button (Großbritannien) BAR-Honda 1:12,696

3. Startreihe:
5. Kimi Räikkönen (Finnland) McLaren-Mercedes 1:12,781; 6. Christian Klien (Österreich) Red Bull Racing 1:12,889

4. Startreihe:
7. Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari 1:12,976; 8. Felipe Massa (Brasilien) Sauber-Petronas 1:13,151

5. Startreihe:
9. Rubens Barrichello (Brasilien) Ferrari 1:13,183; 10. Ralf Schumacher (Kerpen) Toyota 1:13,285

6. Startreihe:
11. Jacques Villeneuve (Kanada) Sauber-Petronas 1:13,372; 12. Tiago Monteiro (Portugal) Jordan 1:13,387

7. Startreihe:
13. Mark Webber (Australien) BMW-Williams 1:13,538; 14. Antonio Pizzonia (Brasilien) BMW-Williams 1:13,581

8. Startreihe:
15. David Coulthard (Großbritannien) Red Bull Racing 1:13,844; 16. Narain Karthikeyan (Indien) Jordan 1:14,520

9. Startreihe:
17. Christijan Albers (Niederlande) Minardi 1:14,763; 18. Jarno Trulli (Italien) Toyota 1:13,041 10 Plätze zurückgestuft wg. Motorenwechsels

10. Startreihe:
19. Robert Doornbos (Niederlande) Minardi ohne Zeit; 20. Takuma Sato (Japan) BAR-Honda ohne Zeit

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