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Formel 1 Autos auf Diät und Motoren im Dauerlauf

12.03.2010 ·  Das ist die neue Formel 1: Der Tank bleibt geschlossen, die Vorderreifen werden schmaler, die Motoren müssen länger halten und mehr Fahrer bekommen mehr Punkte. Die Regeländerungen zur Saison 2010 im Überblick.

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Erstmals seit 16 Jahren gibt in dieser Saison während der Rennen wieder ein Nachtankverbot. Die Tankkapazität steigt deshalb von rund 130 Liter auf bis zu 230 Liter Fassungsvermögen. Wiegen die Autos am Start künftig etwa 780 Kilogramm, sind sie im Ziel 160 Kilogramm leichter.

„Es gibt teilweise einen Unterschied von vier bis sechs Sekunden pro Runde“, sagt Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel über die verschiedenen Leistungen mit viel und wenig Sprit. „Es ist mehr ein Ausdauerevent als ein Sprintevent wie in der Vergangenheit.“. Michael Schumacher sieht „mehr Spielraum für Strategie“. Er ist neben Rubens Barrichello der einzige Pilot, der schon Formel-1-Rennen ohne Tankstopp bestritten hat. Seit 1994 war das Tanken in Grand-Prix-Rennen wieder erlaubt.

Das Mindestgewicht der Rennwagen steigt von 605 auf 620 Kilogramm. Vor allem die Reifen werden zu Beginn des Rennens stark beansprucht. Jeder Fahrer muss während eines Grand Prix sowohl mit der harten als auch mit der weichen Reifenmischung fahren. Boxenstopps gibt es also auch weiterhin.

Samstags in der Qualifikation für das Rennen müssen die besten zehn Fahrer künftig nicht mehr mit jener Benzinmenge fahren, mit der sie dann ins Rennen gehen, die Fahrer gehen also mit minimaler Spritmenge auf ihre schnellste Runde. Dafür müssen sie mit jenen Reifen beginnen, mit der sie auch ihren Startplatz erobert haben. Die Vorderreifen sind 25 Millimeter schmaler geworden - also nur noch 245 Millimeter breit. So soll das Überholen erleichtert werden. Radabdeckungen sind vorn wie hinten verboten.

Wie in der vergangenen Saison stehen jedem Fahrer acht Motoren für die gesamte Saison zur Verfügung. Weil aber in dieser Saison 19 statt wie 2009 17 Rennen gefahren werden, muss jedes Triebwerk rund 175 Kilometer länger halten als im vergangenen Jahr.

Auch der Punktemodus verändert sich. Nicht mehr nur die besten sechs, sondern die ersten zehn werden nun belohnt. Der Sieger eines jeden Rennens erhält 25 statt 10 Punkte. Die Aufteilung: 25-18-15-12-10-8-6-4-2-1. Kritiker dieses neuen Systems bemängeln, dass keine historischen Vergleiche bezüglich der Punkte-Rekorde mehr möglich seien. Die Fia allerdings begründete ihre Entscheidung damit, dass das System dem vergrößerten Fahrerfeld angepasst werden musste. Zudem kann im Qualifikationstraining am Samstag die Spritmenge frei gewählt werden.

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