Bevor das erste Teilstück der Ostseeautobahn A 20 von Kronsforde nach Hamberge im Süden Lübecks für den Autoverkehr freigegeben wird, soll die Autobahn noch einmal den Sportlern gehören.
Am 16. Dezember veranstalten Lübecker Sportler einen A-20-Lauf für Läufer und Inlineskater. Start des offiziellen Einweihungslaufs über zehn Kilometer ist an der Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal, an der Inlineskater (10.45 Uhr) und Läufer (11 Uhr) zeitversetzt auf die Strecke gehen werden. Mehr als 500 Teilnehmer haben sich nach Angaben der Organisatoren bereits gemeldet. Die älteste Starterin sei 70 Jahre alt, teilten sie mit.
In der Vergangenheit hatten immer wieder Fußgänger, Radfahrer und Inlineskater die bereits fertig gestellten Abschnitte des Autobahnteilstücks zwischen dem Autobahnkreuz A1/A20 und Genin Süd für Ausflüge benutzt.
Einweihung für Autos zwei Tage später
Am 18. Dezember wird Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) dann am neuen Autobahnkreuz Lübeck das symbolische Band durchschneiden und damit die 6,5 Kilometer lange und 73 Millionen Euro teure Teilstrecke im Süden Lübecks für den Verkehr freigeben.
Die Autobahn soll vom Jahr 2005 an auf einer Länge von 323 Kilometern durchgängig von der Hansestadt Lübeck bis zur polnischen Hafenstadt Szczecin (Stettin) befahrbar sein. Doch noch endet die Fahrt in Richtung Osten schon an der Anschlussstelle Genin am südlichen Rand Lübecks.
Lücke statt Brücke
Zwischen der Teilstrecke 1 und der Fortsetzung der A 20 bei Schönberg in Mecklenburg-Vorpommern klafft eine rund 20 Kilometer lange Lücke. Wann die geschlossen wird, ist noch unklar. Grund ist der Streit um die Querung des Flusses Wakenitz an der Grenze zwischen beiden Bundesländern.
Geplant ist eine rund 300 Meter lange Brücke. Naturschützer haben gegen den Planfeststellungsbeschluss vor dem Bundesverwaltungsgericht geklagt, weil sie erhebliche Störungen des sensiblen Ökosystems befürchten.