Der Vorsitzende und Spitzenkandidat der ukrainischen Oppositionspartei Udar, Witalij Klitschko, hat schwere Vorwürfe gegen die Behörden erhoben.
„Wir wurden psychischen und physischen Repressalien ausgesetzt, von Behörden, Polizei, Anwaltschaften und Gerichten“, sagte der frühere Box-Weltmeister vor der Parlamentswahl an diesem Sonntag der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). „Dieser Wahlkampf ist der schmutzigste und gewalttätigste, den ich bisher erlebt habe.“
Klitschko äußerte sich enttäuscht über die Partei der inhaftierten Politikerin Julija Timoschenko. Sie habe in Kiew mit einer anonymen Zeitung eine Lügenkampagne gegen ihn gestartet. Außerdem sei Udar bei Absprachen über Direktkandidaten in der umkämpften Hauptstadt ausgetrickst worden, behauptete Klitschko.
Er erhob gleichwohl den Anspruch, im neuen Parlament die Opposition um sich zu versammeln und anzuführen. „Ich bin überzeugt, dass es uns gelingen wird, im neuen Parlament alle oppositionellen Kräfte um uns herum zu vereinigen“, sagte Klitscko der F.A.S. Udar könnte nach Umfragen als zweitstärkste Kraft aus der Wahl hervor gehen.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Karl-Georg Wellmann sah keine Anhaltspunkte für organisierten Wahlbetrug. „Die Lage ist völlig anders als in Russland und Weißrussland“, sagte Wellmann, der die Wahl für OSZE beobachtet, der F.A.S.
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Peter Ambros (Lilo11)
- 27.10.2012, 22:59 Uhr