München , Annecy in Frankreich und Pyeongchang in Südkorea sind die Kandidatenstädte für die Olympischen Winterspiele 2018. Dies gab das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Dienstag in Lausanne bekannt. Nach der Anerkennung als „Candidate City“ dürfen die Bewerber international um die Stimmen der IOC-Mitglieder werben.
Die Entscheidung über die Vergabe der Winterspiele 2018 fällt am 6. Juli 2011 auf der IOC-Vollversammlung im südafrikanischen Durban. Der Olympia-Bewerber München hat nun 379 Tage Zeit, die Begeisterung für das Großprojekt des deutschen Sports national zu schüren und die 114 IOC-Mitglieder von ihrem Winterspiele-Konzept zu überzeugen.
„Das ist der Startschuss. Jetzt müssen wir uns allmählich auf 110 Prozent steigern“, sagte Willy Bogner, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Münchner Bewerbungsgesellschaft. Auf dem Münchner Marienplatz jubelten Hunderte von Olympia-Begeisterte bei der Bekanntgabe der IOC-Entscheidung, die live auf eine Großleinwand übertragen wurde.
Rund drei Milliarden Euro
Dabei sind die Eis-Wettbewerbe in München und die Schnee-Wettbewerbe in Garmisch-Partenkirchen vorgesehen. Bob, Rodeln und Skeleton sollen in Schönau am Königssee im Berchtesgadener Land, die Biathlon- und Langlaufwettbewerbe in Oberammergau ausgetragen werden.
Die Kosten für die ersten Olympischen Spiele seit München 1972 in Deutschland werden mit rund drei Milliarden Euro veranschlagt. Zuletzt waren Leipzig und Berlin mit ihren Bewerbungen um die Sommerspiele 2012 und 2000 gescheitert. Pyeongchang gilt für München als härtester Rivale um den Zuschlag für die Winterspiele 2018. Für die Südkoreaner ist es nach den Olympia-Bewerbungen 2010 und 2014 der dritte Anlauf. Annecy werden nur Außenseiterchancen eingeräumt.
das Verkehrskonzept ist eine Schande
Paula Pichler (PaulaPichler)
- 22.06.2010, 16:37 Uhr