Die deutschen Wasserspringer eilen bei der Schwimm-WM von Erfolg zu Erfolg. Christin Steuer und Nora Subschinski haben am Montag in Schanghai die dritte DSV-Medaille gewonnen. Im Synchronspringen vom Turm freute sich das Duo aus Riesa und Berlin am Montag über Bronze. Der Titel ging wie erwartet an die Chinesinnen Wang Hao/Chen Ruolin. Für China war es im fünften WM-Wettbewerb die vierte Goldmedaille. Bisher haben die Gastgeber alle Sprung-Entscheidungen gewonnen.
Rang zwei holten die Australierinnen Alexandra Croak/Melissa Wu, letztere eine gebürtige Chinesin. Steuer/Subschinski sicherten den deutschen Springern damit einen weiteren Olympia-Quotenplatz. Das Duo musste bis zum Schluss wegen eines Programms mit weniger Höchstschwierigkeiten zittern. Doch die Britinnen blieben trotz eines höheren Schwierigkeitsgrads 1,77 Punkte hinter den Deutschen auf Platz vier.
Zuvor hatten Patrick Hausding/Sascha Klein Silber vom Turm und Pavlo Rozenberg überraschend Bronze vom Ein-Meter-Brett gewonnen. Der 27-Jährige aus Riesa gewann am Montag Bronze vom Einmeterbrett. Der EM-Dritte von 2009 musste sich nur den Chinesen Li Shixin und He Min geschlagen geben. Es war Rozenbergs erste WM-Medaille. Der gebürtige Ukrainer hatte zuvor wiederholt Pech bei Großereignissen gehabt.
Bei der WM vor zwei Jahren war Rozenberg in der selben Disziplin noch zum „Hitzeopfer“ geworden und vom Drei-Meter-Brett nach einem missratenen Anlauf ins Wasser gefallen. Auch vor einem Jahr bei der EM in Budapest hatte er nach einem Anlauf-Fehler eine Nullnummer kassiert. Mit „neuer Wettkampf, neues Glück“ überschrieb der in wenigen Tagen 28-Jährige die WM-Entscheidung und hatte diesmal nervenstark das Happy End für sich.
Im Kreise der Mannschaft wurde Rozenberg gleich überschwänglich gefeiert - und auch die eine oder andere Freudenträne floss. Im Gegensatz zu anderen Konkurrenten zeigte Rozenberg in den letzten Durchgängen keine absoluten Höchstschwierigkeiten, aber sprang dafür sehr sauber. Nur das chinesische Duo, das den Gastgebern im vierten Wettkampf die dritte Goldmedaille und insgesamt das fünfte Edelmetall bescherte, war einfach zu stark.