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Während der Tour 2006 Eigenblut-Doping bei T-Mobile?

26.10.2007 ·  Patrik Sinkewitz soll vor dem BDR-Sportgericht angeblich über Eigenblut-Doping bei T-Mobile während der Frankreich-Rundfahrt 2006 gesprochen haben. So oder so, der Dopingsünder wird schon bald wieder reden müssen.

Von Rainer Seele
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Patrik Sinkewitz wird bald wieder reden müssen - beispielsweise vor der dreiköpfigen Untersuchungskommission, die von der Freiburger Universitätsklinik eingesetzt worden ist. Das Gremium soll sich mit der Rolle der Ärzte Lothar Heinrich und Andreas Schmid im Zusammenhang mit Doping-Praktiken beim Team Telekom und später bei T-Mobile befassen. Heinrich und Schmid, die in diesem Jahr sowohl von T-Mobile wie auch von den Freiburgern entlassen worden sind, könnten bis 2006 in Leistungsmanipulationen verstrickt gewesen sein.

Das lassen die jüngsten Aussagen des Dopingsünders Sinkewitz vor dem Sportgericht des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) vermuten. Angeblich äußerte sich Sinkewitz auch über umfassendes Eigenblut-Doping bei T-Mobile während der Tour de France 2006; dabei soll Heinrich sich, wie es heißt, nicht zuletzt um Sinkewitz gekümmert haben. Die Beschuldigten, dis bisher nur die Beteiligung an Doping in den neunziger Jahren zugegeben haben, könnten somit auch keine Verjährungsfrist mehr geltend machen (Siehe auch: Patrik Sinkewitz und die Doping-Praktiken bei T-Mobile).

„Wir sind wieder mal vorgeführt worden“

Trotz der Offenbarungen von Sinkewitz wollen die Freiburger nicht unbedingt eine neue Qualität in den Vorwürfen gegen die Freiburger Sportmedizin erkennen. Damit seien nur die Vermutungen bestätigt worden, „dass die Leute nach 1998 irgendetwas mitgemacht haben“, sagte Matthias Brandis, der Leitende Ärztliche Direktor des Freiburger Universitätsklinikums.

Er klagte jedoch darüber, dass die von Freiburg initiierte Kommission nun ins Hintertreffen geraten sei. „Es ist ärgerlich“, sagte Brandis, „dass wir wieder mal so vorgeführt worden sind. Wir können es nicht mehr steuern.“ Das zielte auch auf die Wortmeldungen des Heidelberger Molekularbiologen Werner Franke. Die für die Freiburger Belange zuständige Kommission wird das Gespräch mit Sinkewitz führen, wenn sie die Protokolle des Bundeskriminalamtes über die Anhörungen von Sinkewitz erhalten hat.

Sinkewitz soll T-Mobile übrigens vor dem BDR-Sportgericht, das von Peter Barth geleitet wird, auch teilweise entlastet haben. Am Freitag jedenfalls wurde Barth so zitiert: „Herr Sinkewitz sagte, dass aus seiner Sicht bei T-Mobile die Verabreichung von Doping-Mitteln erledigt ist.“ Das Thema Doping aber wird die Bonner, so oder so, weiterhin beschäftigen.

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Jahrgang 1957, Sportredakteur.

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