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Volleyballmeister Schwerin Alles neu - aber der Titel bleibt

 ·  Nach dem Pokalsieg holt sich der Schweriner SC auch die deutsche Volleyball-Meisterschaft. Das konnte man vor der Saison nicht unbedingt erwarten. Und ob der Erfolg das Team in die Champions League führt, ist noch ungewiss.

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© dpa Feiern aus Gewohnheit: Schwerin holt sich nach dem Pokalerfolg auch den Titel in der Meisterschaft

In anderen Sportarten ist es eine Belohnung, im Frauen-Volleyball eine Strafe für deutsche Vereine. Ob der alte und neue Meister Schweriner SC in der nächsten Saison in der Champions League startet, ist ungewiss. Gleich nach der Sektdusche im Anschluss an den 3:2-Sieg im Finalrückspiel der Schwerinerinnen am Samstag beim Dresdner SC musste sich Manager Michael Evers dieser Frage stellen.

„Wir müssen erst mit den Sponsoren besprechen, ob wir diesen Kraftakt wieder in Angriff nehmen“, sagte Evers. In der abgelaufenen Saison war der Sportclub in der Champions League angetreten, hatte dort alle sechs Spiele verloren und ein Minus von 150.000 Euro angehäuft - vor allem, weil weit weniger Zuschauer als erwartet in die Schweriner Volleyball-Arena am Lambrechtsgrund kamen.

„Rein sportlich haben wir in der Champions League gute Erfahrungen gesammelt“, sagte Evers, „aber finanziell war es eine große Belastung.“ Das Loch im Etat wurde aus Ersparnissen gestopft.

Für die Spielerinnen stand am Samstag natürlich nicht die Zukunft im Mittelpunkt. Sie waren in Siegerlaune. Man konnte ja nicht unbedingt erwarten, dass die neugestaltete Schweriner Mannschaft mit dem neuen Trainer Teun Buijs den Titel verteidigen würde.

„Ich bin das erste Jahr als Trainer in der Frauen-Bundesliga und kann mit der Mannschaft gleich das Double holen, das ist ein Traum. In diesem Verein wird einfach hochprofessionell gearbeitet“, sagte der Niederländer Buijs, der zuvor Bottrop in der Männer-Bundesliga betreut hatte und im Sommer zusammen mit seiner Tochter Anne nach Schwerin gekommen war.

Im März hatte Schwerin bei der Endrunde in Halle den deutschen Pokal gegen Vilsbiburg gewonnen. Außenangreiferin Anne Buijs war zusammen mit der Kroatin Mira Topic und Zuspielerin Denise Hanke eine der wichtigsten Profis Schwerins in dieser Spielzeit. Nationalspielerin Hanke wurde von den Verantwortlichen der Deutschen Volleyball Liga vor dem Final-Rückspiel in Dresden zur wertvollsten Spielerin der Saison gekürt.

Nach dem Abgang des beliebten norwegischen Trainers Tore Aleksandersen im vergangenen Sommer, dem Verlust einiger Spielerinnen und erheblicher Verletzungssorgen hatte Buijs‘ Team immer besser in die Saison gefunden und war bei den Play-off-Partien beeindruckend nervenstark.

Sowohl im Viertelfinale gegen den VfB Suhl als auch im Halbfinale gegen Vilsbiburg gewann Schwerin erst im „Goldenen Satz“. Da war das Endspiel fast eine sichere Angelegenheit; das Finalhinspiel am Mittwoch in Schwerin gewann der SSC so wie das Rückspiel 3:2. „Wir haben wieder einmal gezeigt, dass wir topfit sind, wenn es drauf ankommt “, sagte Denise Hanke.

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