Sie hatten zwei Matchbälle und die vollbesetzte Halle gegen sich - und setzten sich doch durch: In einem an Dramatik kaum zu überbietenden Finale gewannen die Berlin Volleys bei Generali Haching den fünften Satz im fünften Spiel um die deutsche Volleyball-Meisterschaft mit 16:14. Nach 1993, 2003 und 2004 gewannen die Berliner damit zum vierten Mal den Titel.
Im ersten Satz wehrten die Volleys gleich vier Satzbälle ab, ehe sie vor 1512 Zuschauern den Durchgang knapp mit 31:29 für sich entschieden. Nach Gewinn der Sätze zwei und drei (22:25, 21:25) schien dann doch Vorrundensieger Haching dem Titel nahe, aber noch einmal drehten die Gäste das Spiel. Den vierten Satz dominierten die Berliner (25:18) klar - und im fünften behielten sie dann trotz Rückstands die Nerven.
In den vorangegangenen Playoff-Spielen hatten die Berliner in Unterhaching zweimal deutlich verloren. Mit zwei Heimsiegen hielten sie das Finale aber offen und machten mit dem ersten Auswärtssieg der Finalserie den Titel perfekt. Im Halbfinale hatten die Volleys den Serienmeister VfB Friedrichshafen rausgeworfen, der die vergangenen sieben Meisterschaften für sich entschieden hatte.